Spitzenforschung der Universität Jena wird gefördert

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18.05.2009 16:58

Spitzenforschung der Universität Jena wird gefördert

Axel Burchardt Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    BMBF fördert zwei Projekte der Universität Jena aus Physik und Geowissenschaften

    Jena (18.05.09) Die Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört zu den großen Gewinnern des Programms "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zwei der nur elf bewilligten Projekte, die das BMBF heute bekannt gegeben hat, stammen von der Jenaer Universität und werden in den kommenden fünf Jahren mit jeweils über zehn Millionen Euro gefördert. Ausgewählt wurden die Forschungsvorhaben "Photonische Nanomaterialien" (PhoNa) und "Integrierte Fluiddynamik in Sedimentbecken" (INFLUINS).

    "Der Doppelerfolg zeugt von der Forschungsstärke der Friedrich-Schiller-Universität und beweist, dass wir bei unserer Profilbildung auf dem richtigen Weg sind", freut sich Prof. Dr. Klaus Dicke. "Dies wird uns helfen", so der Rektor der Universität Jena weiter, "zukunftsgerichtete Forschung zum Wohle der Region weiter auszubauen und die Universität im internationalen Wettbewerb zusätzlich voranzubringen". Die großen Forschungsverbünde, zu denen jeweils Partner aus der Wirtschaft gehören, würden außerdem neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Arbeitsplätze sichern und schaffen - nachhaltig in Wissenschaft wie in Wirtschaft. Die Projekte reichen jeweils von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung und sollen wichtige Zukunftsfragen in Kommunikation und Energie lösen.

    PhoNa greift die Technologiekonzeption des Clusters CoOPTICS sowie des Zentrums für Innvationskompetenz "ultra optics" auf und ist damit in die Gesamtstrategie zum Ausbau der Region Jena als einem der weltweit führenden Photonikzentren eingebettet. "Mit dieser Förderung stärkt das BMBF die Vorlaufforschung in den Optischen Technologien in Jena", sagt PhoNa-Sprecher Prof. Dr. Thomas Pertsch. Er weist auf das große Konsortium mit Partnern aus Universität, Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Helmholtz-Gemeinschaft und der Industrie hin, das damit die Jenaer Schlüsseltechnologie "Optik/Photonik", die mehr als 12.000 Arbeitsplätze in der Region sichert, weiter stärkt.

    "Der Industrie-getriebene Optik-Cluster CoOPTICS hat im Rahmen eines Strategieprozesses die Nanooptik als Zukunftsfeld der Optischen Technologien identifiziert", sagt Prof. Dr. Andreas Tünnermann. Daher begrüßt der Physiker und Aufsichtsrat von CoOPTICS die "Förderung des Themenfeldes Nanooptik durch das BMBF", worin er eine "entscheidende Stärkung der Optikregion Jena" sieht.

    Die Partner wollen durch PhoNa die Grundlagen für die Optik der Zukunft schaffen. "Ein Ziel ist es", erläutert Prof. Pertsch, "dem Licht vollkommen neue Eigenschaften zu verleihen, indem die Nanotechnologie vollständig ausgeschöpft wird". Das sei dann eine Innovation, "die einen Umbruch in der Optikindustrie Deutschlands bewirken wird, vergleichbar zur Einführung der integrierten Siliziumschaltkreise in der Elektronik", ist der Jenaer Physiker überzeugt.

    Zu einem Umbruch, zumindest einem Umdenken, zwingen auch knapper werdende Ressourcen und der Klimawandel. Daher will INFLUINS "das Umsteigen von fossilen Energieträgern zu nachhaltiger, umweltverträglicher Energiewirtschaft fördern", erläutert sein Sprecher Prof. Dr. Jonas Kley. Am Beispiel des Thüringer Beckens wollen die Forscher die gekoppelte Dynamik oberflächennaher und tiefer Fluid- und Stoffströme in Sedimentbecken auf allen relevanten Skalen untersuchen. Ziel des Großprojektes ist es, von grundlegenden Erkenntnissen bis hin zur effizienten Umsetzung in technische Verfahren, den ganzen Prozess zu verstehen und zu gestalten. Dabei arbeiten die Geowissenschaftler in einer einmaligen Kooperation ebenso miteinander wie mit Partnern aus benachbarten Bereichen. Dazu gehören neben der Friedrich-Schiller Universität Jena das Institut für Photonische Technologien e. V. Jena, das Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena, die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig/Halle (Saale). "Wir wollen dazu beitragen", sagt Prof. Kley, "Deutschlands führende Rolle in der Umwelttechnik zu sichern und auszubauen". Nicht zuletzt soll das Institut für Geowissenschaften "zu einem regionalen Zentrum zum Thema ,Boden - Grundwasser - tiefe Fluidsysteme' sowie Teil eines europäischen Exzellenzentrums werden", benennt der Professor für Strukturgeologie die Ziele.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Thomas Pertsch
    Zentrum für Innovationskompetenz "ultra optics"
    Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 947840
    E-Mail: thomas.pertsch[at]uni-jena.de

    Prof. Dr. Jonas Kley
    Institut für Geowissenschaften der Universität Jena
    Burgweg 11, 07749 Jena
    Tel.: 03641 / 948623
    E-Mail: jonas.kley[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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