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20.05.2009 16:06

Cocktailparties und Hörgeräte - wie uns Hörtechnologie verbindet

Yvonne Küchler Pressearbeit
HörTech, Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik

    <Berlin/Oldenburg/Hannover, 18.05.2009> Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung am 20. April in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin präsentiert der Cluster Auditory Valley heute unter dem Titel "Cocktailparties und Hörgeräte - wie uns Hörtechnologie verbindet" weitere Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Hörforschung und Hörrehabilitation. Im Rahmen der Vortragsreihe "Wissenschaft - Innovation - Niedersachsen" der Landesvertretung Niedersachsen gibt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier von der Universität Oldenburg Einblicke in die faszinierende Technologie modernster Hörsysteme.

    "Hören für alle: Alle Menschen, alle Situationen, alle Branchen" unter diesem Motto arbeiten im weltweit einzigartigen Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley Wissenschaftler, Mediziner und Industrievertreter gemeinsam an der medizinischen und audiologischen Optimierung von Hörsystemen. "Ziel unserer Arbeit ist es, den Menschen, die auf eine Hörhilfe angewiesen sind, ein optimales Sprachverstehen in allen Hörsituationen bei höchster Klangqualität und äußerstem Tragekomfort zu gewährleisten", so der Sprecher des Auditory Valleys, Prof. Dr. Dr. Kollmeier von der Universität Oldenburg.

    Moderne Hightech-Lösungen machen dies aufgrund der rasanten Entwicklung in den letzten zehn Jahren möglich. Ob Hinter-dem-Ohr (HdO) oder Im-Ohr-Geräte (IdO), ob eine Synthese aus beiden oder das Cochlea-Implantat (CI) - je nach Schweregrad und medizinischer Diagnose bietet der Markt individuelle Lösungen an, die aufgrund der Forschungsarbeiten in Oldenburg und Hannover erst möglich wurden. Weltweit haben mittlerweile ein Großteil aller Hörgeräte und Cochlea-Implantate ein Stück "Made in Niedersachsen" als Bestandteil.

    Die Forschungsarbeiten im weltweit führenden Auditory Valley konzentrieren sich auf komplexe akustische Alltagssituationen mit vielen Störquellen und viel Nachhall, wie zum Beispiel die Akustik einer Party in einem großen Raum. Diese Situationen sind sogar für Normalhörende schwierig und stellen daher in der Hörgerätetechnologie eine Herausforderung dar. Besondere Hoffnungen werden auf so genannte binaurale Hörsysteme gesetzt, die die natürliche Störschallunterdrückung im menschlichen Gehirn nachbilden können.

    Zukunftsmarkt Hörtechnologie
    Die Zukunft der Hörsysteme wird geprägt sein von einer zunehmenden Verknüpfung von der Hörsystem-Kompetenz im medizinischen Bereich (Hörgeräte, CI) mit der Audiotechnologie aus dem Consumer-Bereich (mp3, Bluetooth etc.). So arbeitet man z. B. daran, die Technologie von Hörgeräten in Handys oder Fernseher zu integrieren, um die Vorteile von Hörhilfen im Alltag einer Vielzahl von Menschen zugänglich zu machen, die Hilfe benötigen, derzeit aber keine Hörsysteme benutzen.

    Bisher tragen nur drei Millionen der ca. 15 Millionen Hörgeschädigten ein Hörgerät. Das entspricht einer Marktdurchdringung von nur 20 Prozent. Damit besitzt der Markt für Hörsysteme ein enormes Wachstumspotenzial, das vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Zukunft noch weiter ansteigen dürfte. Dieser Herausforderung stellen sich die am Cluster Auditory Valley beteiligten Institutionen und Unternehmen. Neben der Abteilung medizinische Physik der Universität Oldenburg, dem Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik HörTech, der Medizinischen Hochschule Hannover sowie den Hörzentren Hannover und Oldenburg haben sich namhafte Unternehmen wie Sennheiser, Cochlear und Kind Hörgeräte in der Region Oldenburg/Hannover angesiedelt.
    "Mit dieser einzigartigen Expertise rund um das Hören trägt das Auditory Valley zu einer verbesserten Lebensqualität bei Menschen mit Hörproblemen bei und sorgt aufgrund der engen Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Oldenburg/Hannover für wirtschaftliches Wachstum", erklärt Stephan Albani, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Hörgeräte-Systemtechnik "HörTech", das für die Koordination im Clusterverbund zuständig ist.

    Auch am 8. Juni lässt das Auditory Valley erneut in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin aufhorchen. An diesem Tag referiert Prof. Dr. Dr. Karlheinz Brandenburg zu dem spannenden Thema "High Fidelity und das menschliche Hörvermögen: Was hören wir wirklich?"

    Ort: Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund
    In den Ministergärten 10, 10117 Berlin

    Zeit: 19:00 Uhr

    Pressekontakte:
    Zühlke Scholz & Partner
    Agentur für Kommunikation
    Yvonne Küchler
    Tel: 030 / 40 88 94-11, Fax: -94
    eMail: y.kuechler@zsp-berlin.de

    HörTech gGmbH
    Dr. Corinna Pelz
    Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -350
    eMail: C.Pelz@HoerTech.de

    Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne auch Bildmaterial zur Verfügung.

    Redaktioneller Hinweis:

    Der weltweit einzigartige Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley führt seit mehreren Jahren die umfassenden Expertisen in der Region Oldenburg/Hannover in Niedersachsen rund um das Thema Hören (Hörsysteme, Hördiagnostik) zusammen und greift in Kooperation mit den welt¬weit führenden Industrieunternehmen das volkswirtschaftlich wichtige Problem der Kommunika¬tionsstörungen durch Schwerhörigkeit auf. Der Verbund umfasst die gesamte Wertschöpfungskette hochtechnologischer Hörsysteme von der Forschung über die Entwicklung bis hin zur Produkteinführung, Versorgung der Betroffenen und Evaluation/Qualitätssicherung. Zu den Clusterpartnern gehören u.a. die HörTech gGmbH, das Hörzentrum Oldenburg, die Universität Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover, das Hörzentrum Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Fachhochschule Oldenburg, das Fraunhofer Institut, sowie die Industrieunternehmen SIEMENS, SENNHEISER, COCHLEAR, KIND, PHONAK, AURITEC, WIDEX, THOMSON, OTICON, ADVANCED BIONICS und EWE.
    www.auditory-valley.com
    www.audiologie-niedersachsen.de

    Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Erkenntnisse über Audiologie und digitale Verarbeitung von Signalen zusammengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das "Haus des Hörens" in Oldenburg: www.hoertech.de

    Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier studierte von 1976 bis 1986 Physik und Medizin in Göttingen und promovierte anschließend in beiden Fächern zu den Themen Psychoakustik und Hörgeräte. Prof. Dr. Dr. Kollmeier ist Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Physik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wissenschaftlicher Leiter des Hörzentrums Oldenburg, der HörTech gGmbH und der neuen Fraunhofer Projektgruppe "Hör-, Sprach-, und Audiotechnologie" sowie Sprecher des Clusters Auditory Valley.


    Weitere Informationen:

    http://www.auditory-valley.com
    http://www.audiologie-niedersachsen.de
    http://www.hoertech.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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