Der Astronaut Thomas Reiter hat insgesamt fast ein Jahr im Weltraum verbracht und geforscht. Darüber berichtet er am Montag, 8. Juni, in einem bebilderten, allgemein verständlichen Vortrag an der Uni Würzburg. Sein öffentlicher Vortrag dient als Auftakt für den Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrt-Informatik, den die Universität zum Wintersemester erstmals anbietet.
Die Astrolab-Mission auf der International Space Station ISS steht im Mittelpunkt von Reiters Vortrag, der um 17 Uhr im Turing-Hörsaal des Instituts für Informatik am Hubland beginnt. Er verspricht spannende Einblicke in die alltägliche Arbeit an Bord sowie in die wissenschaftlichen Aspekte einer Raumflugmission.
Während des sechs Monate langen Aufenthalts im Jahr 2006 auf der ISS standen der weitere Ausbau der Station und die Wartung von Bordanlagen auf dem Missionsplan. Mehr als 30 medizinische, biologische und materialwissenschaftliche Experimente wurden durchgeführt. Zudem absolvierte der deutsche Astronaut einen Ausstieg in den Weltraum.
Thomas Reiter, Jahrgang 1958, Diplom-Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik, ist seit 2007 im Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Seine bisherigen Weltraummissionen führten ihn an Bord der ISS, auf die russische Raumstation MIR und ins Space Shuttle.
Der Vortrag des Astronauten setzt den Auftakt zum neuen Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrt-Informatik, der zum Wintersemester an der Uni Würzburg startet. Die Zulassung ist frei, die Einschreibung ab Mitte August 2009 möglich.
Die Studierenden sollen lernen, Inhalte aus Physik, Elektronik, Mathematik, Sensorik, Regelungstechnik und Informatik in den Weltraumwissenschaften sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik anzuwenden. "Wir wollen sie dazu befähigen, komplexe Hard- und Softwaresysteme wie Raumsonden, Flugzeugsysteme und Beobachtungsinstrumente zu konzipieren, zu entwickeln und zu betreiben", sagt Professor Klaus Schilling, der den Studiengang initiiert hat.
Zu dem sechs Semester dauernden Bachelor-Studiengang gibt es an der Uni Würzburg einen passenden internationalen Master-Studiengang für Space Science and Technology. Dieser wird seit 2005 im Erasmus-Mundus-Programm für europäische Elite-Studiengänge finanziell gefördert: in Form von Stipendien für die Studierenden.
http://www.luft-und-raumfahrt.informatik.uni-wuerzburg.de/startseite/ Zur Homepage des Würzburger Bachelor-Studiengangs Luft- und Raumfahrtinformatik
http://www.spacemaster.uni-wuerzburg.de/ Zur Homepage des Master-Studiengangs Space Science and Technology
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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