"Wirtschaftswissenschaften als Geisteswissenschaft - Gedanken zu Ursprung und Folgen der Wirtschaftskrise"
Donnerstag, 11. Juni 2009, 17 - 19 Uhr, Audimax
Am Donnerstag, 11. Juni 2009, feiert die BTU ihren 18. Geburtstag erstmalig als Dies academicus, einer an Hochschulen traditionell üblichen Festveranstaltung. Den Festvortrag hält Klaus von Dohnanyi zum Thema "Wirtschaftswissenschaften als Geisteswissenschaft - Gedanken zu Ursprung und Folgen der Wirtschaftskrise". Während des Festaktes wird der mit 15.000€ dotierte Dr. Meyer-Struckmann-Wissenschaftspreis der BTU verliehen und vier, von Studierenden ausgewählte, Dozentinnen und Dozenten werden mit einem Lehrpreis ausgezeichnet. Das Sommerfest der Studierenden beginnt ab 13 Uhr und rundet das Fest mit einem bunten Programm auf dem Campus ab. Alle Interessierten sind herzlich zu der Fest-Veranstaltung sowie dem Sommerfest eingeladen.
Zur Person:
Klaus von Dohnanyi wurde am 23. Juni 1928 in Hamburg geboren. Der SPD-Politiker und promovierte Jurist bekleidete eine Fülle von öffentlichen Ämtern; hierzu zählen besonders seine Tätigkeit als Bundesminister für Bildung und Wissenschaft (1972 bis 74) und als Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (1981 bis 88). In Hamburg gelang ihm die Schlichtung des Konfliktes um die besetzten Häuser in der Hafenstrasse.
Seine familiäre Herkunft prägte das Denken und die politisch-geistige Haltung sehr: Sein Vater, ein führender Kopf im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, und sein Onkel, der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer, wurden im April 1945 von den Nazis ermordet.
"Die Welt" schrieb am 23. Juni 2008, dass Klaus von Dohnanyi und Willy Brandt zu den ganz Wenigen in der SPD gehörten, die sich nach dem Mauerfall für eine rasche Wiedervereinigung aussprachen. "Mit ihrem antinationalsozialistischen Hintergrund spürten sie keine Scheu vor Patriotismus." In den Nach-Wende-Jahren war von Dohnanyi als Aufsichtsratvorsitzender eines Leipziger Schwermaschinenunternehmens und als Leiter der von der Bundesregierung initiierten "Gesprächskreises Ost" tätig.
Weitere Informationen zu möglichen Pressegesprächen bitte über:
Dr. Marita Müller, Tel.: 0355/69-3206 od. Susett Tanneberger, 0355/693126
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
Deutsch

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