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17.06.2009 09:39

Integrierte Ausbildung in Soest: Bundesweit einmalige Kooperation von REFA und Fachhochschule Südwestfalen

Dipl.-Soz.Wiss. Birgit Geile-Hänßel Presse- und Informationsstelle
Fachhochschule Südwestfalen

    Erstmals in Deutschland können Studierende an einer Hochschule neben dem Studium den anerkannten Abschluss zum REFA-Ingenieur erwerben. Der Unternehmensverband Westfalen-Mitte (UVWM) unterstützt die Kooperation: Die Teilnehmer des ersten Kurses werden vom UVWM finanziell gefördert.

    "Ziel der neuen Zusammenarbeit ist, unsere Studierenden noch besser am Markt zu positionieren", erklärt Prof. Dr. Hermann Josef Elias die Motivation der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. "Es gab zwar vor einigen Jahren bereits eine Kooperation," ergänzt Prof. Dr. Franz Stemmer. "Damals, wie auch bei allen bestehenden Kooperationen mit anderen Hochschulen, ging es jedoch lediglich um die REFA-Grundausbildung."

    Der Soester Fachbereich Maschinenbau - Automatisierungstechnik bietet nun erstmalig in einer integrierten Ausbildung den Abschluss zum REFA-Ingenieur parallel zum Studium an.

    REFA gilt als Deutschlands älteste und bedeutendste Organisation für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung sowie für betriebliche Weiterbildung. Gegründet wurde sie 1924, heute verfügt der gemeinnützige Verein über 16.000 Mitglieder und Geschäftsstellen im gesamten Bundesgebiet. Der Weiterbildungen sind zertifiziert und werden insbesondere von Industrieunternehmen geschätzt.

    "Wir haben Studienangebote an verschiedenen Hochschulen geprüft und festgestellt, dass die Soester Studiengänge "Maschinenbau" und "Design- und Projektmanagment" ideal zu unseren Lehrinhalten passen," begründet Bernhard Ebers, Geschäftsführer des REFA Bezirksverbandes Westfalen Mitte die Entscheidung für Soest. "Die gute Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau besteht schon seit Jahren. Mit der Anwendung der REFA-Methoden in praxisbezogenen Diplomarbeiten wurden sehr gute Erfolge erzielt." Je nach gewählten Studienschwerpunkten können auch Studierende des Faches "Engineering and Project Management" an dem Programm teilnehmen.

    Zeit- und Geldersparnis heißen die entscheidenen Vorteile der neuen Doppelqualifikation: Die Studierenden decken fast die Hälfte der REFA-Unterrichtsstunden mit ihren `normalen? Studieninhalten ab. "Die Kosten für die REFA-Ausbildung reduzieren sich wegen der günstigen Rahmenbedingungen auf etwa 20 Prozent" betont Prof. Elias stolz: "Die Studierenden soll es maximal 2.000 Euro kosten." Auch der Fachbereich Maschinenbau - Automatisierungstechnik beteiligt sich an den Kosten; er stellt den Studierenden das Lehrmaterial.

    Nicht gespart wurde bei den Inhalten: "Die Studierenden müssen sich voll einbringen. Über drei Monate finden an jedem Wochenende Schulungen statt," beschreibt Bernhard Ebers den Ausbildungsverlauf. Anschließend gibt es Blockphasen und Prüfungen über den gesamten REFA-Stoff in den Semesterferien. Nach knapp einem Jahr, direkt nach ihrem Bachelor-Abschluss an der FH können die Studierenden den Titel REFA-Ingenieur (Industrial Engineering) mit der Ingenieurarbeit erlangen.

    Die integrierte Ausbildung richtet sich zunächst an Studierende des 5. Semesters und höher. Gleichzeitig haben die Beteiligten die kommenden Jahrgänge im Auge.
    "Mit der integrierten Ausbildung haben wir ein klares Alleinstellungsmerkmal in der Hochschullandschaft," betont Prof. Dr. Franz Stemmer in Bezug auf den Wettbewerb um künftige Studienanfänger.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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