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17.06.2009 16:43

Hochschule München: Airborne Laserscanning Befliegung im Nationalpark Bayerischer Wald

Christina Kaufmann Hochschulkommunikation
Hochschule München

    Die Hochschule München und die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald laden zu einer Laserscanning Befliegung am 23. Juni 2009 ein. Bei dieser Fernerkundung von Waldstrukturen sollen neben Baumhöhen, Kronendurchmesser und Holzvolumen erstmals auch Verjüngungen, Totholz sowie der Zustand der Bäume und das Baumalter erforscht werden.

    Ob Aussagen über das Holzvolumen oder die nachwachsende Verjüngung in einem Waldbestand: Airborne Laserscanning ist eine moderne Technologie, die es erlaubt, den Wald mit Laserstrahlen zu durchleuchten und wichtige Informationen über die Waldstruktur zu liefern. Die Laserstrahlen werden von einem Flugzeug ausgesendet und tasten den Wald sehr dicht ab. Die räumliche Punktdichte kann durch die ständig voranschreitende Technologie mittlerweile so gesteigert werden, dass mit speziellen mathematischen Methoden wichtige Parameter einer Waldinventur praktisch automatisch aus den Laserdaten abgeleitet werden können.

    Dies konnte durch Forschung an der Hochschule München unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Krzystek in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald (Dr. Marco Heurich) nachgewiesen werden. Insbesondere durch das neue Full Waveform Laserscanning eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. ?Wir können neben der Baumhöhe, dem Kronendurchmesser und dem Holzvolumen sogar Verjüngungen erkennen und nachweisen?, so Prof. Krzystek. ?Damit können wir praktisch den Wald dreidimensional exakt abbilden. Diese hohe Detailtreue des Waldes könnte die Waldbewirtschaftung revolutionieren und zu einem nachhaltigen Waldmanagement mit Fernerkundungsdaten führen.?

    Allerdings sind noch einige interessante Fragen offen. Zum Beispiel möchte man das Baumalter, den Baumzustand oder Totholz aus den Fernerkundungsdaten erkennen. Zur Beantwortung wird am 23. Juni die erneute Befliegung durchgeführt. Diesmal werden die Laserstrahlen durch einen Hyperspektralsensor ergänzt, der im Infrarotbereich in mehreren Spektralkanälen den Waldbestand registriert. Zeitlich parallel soll in ausgewählten Gebieten ein terrestrischer Laserscanner eingesetzt werden, mit dem die Waldstrukturen zum Vergleich noch genauer aufgenommen werden sollen. Dieser einzigartigen Datensatz soll wichtige Antworten liefern.

    Zeit: Dienstag, 23. Juni 2009, 10 Uhr
    Treffpunkt: P+R-Parkplatz Spiegelau
    Anmeldung und weitere Informationen: Rainer Pöhlmann, T 08552 9600-132


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Geowissenschaften, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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