Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften veranstaltet erstmals GeistesWERKstatt - Sommerakademie für Schülerinnen und Schüler
vom 6. - 10. Juli 2009
Wie hat sich die Darstellung des Propheten Mohammed in den westeuropäischen Printmedien verändert - von der Frühen Neuzeit bis zum berüchtigten "Karikaturenstreit"? Was verraten "Lücken" in seinen Gemälden über Rembrandts Deutung der Bibel? Was hat das islamische Bilderverbot mit Orhan Pamuks Roman Rot ist mein Name zu tun? Welche Konsequenzen hatte der verbreitete Analphabetismus für die Verkündigung des Evangeliums im Mittelalter?
Fragen wie diesen können Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe gemeinsam mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen im Rahmen der GeistesWERKstatt nachgehen, die in diesem Jahr das Schwerpunktthema "Bild und Text in Christentum und Islam" hat. Im Zentrum steht eine Sommerakademie mit acht Workshops, die von wissenschaftlichen Mitarbeitern der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und externen Dozenten geleitet werden. Namhafte Forscher geben darüber hinaus in Vorträgen Einblicke in aktuelle Gegenstände ihrer Arbeit und stellen sich der Diskussion mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Teile des Programms sind auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich: Den Eröffnungsvortrag hält Ernst Osterkamp (Humboldt-Universität zu Berlin) zum Thema Goethe, die Bilder und die Religionen. Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung spricht Claus-Peter Haase (Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin) über die Erzählungen der Bilder und Ornamente in der Islamischen Kunst.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist seit mehreren Jahren mit vielfältigen Projekten an der Schnittstelle von Schule und Forschung aktiv. So unterhält sie mit dem Schülerlabor Geisteswissenschaften das bundesweit nach wie vor einzige Angebot dieser Art in den Sprach- und Kulturwissenschaften. Mit der GeistesWERKstatt wendet sie sich erstmals gezielt an einzelne besonders interessierte und qualifizierte Schülerinnen und Schüler geisteswissenschaftlicher Unterrichtsfächer. Durch die intensive Zusammenarbeit mit aktiven Wissenschaftlern möchte sie den Jugendlichen einen Einblick in Gegenstände und Methoden hermeneutischer Forschung ermöglichen sowie einen Beitrag im individuellen Prozess der Studien- und Berufswahl leisten. Schulische Kooperationspartner des Projekts sind gegenwärtig acht Berliner Gymnasien: die Albert-Schweizer-Oberschule, die Beethoven-Oberschule, das Canisius-Kolleg, das Evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster, das Goethe-Gymnasium, die Hildegard-Wegscheider-Oberschule, das Lilienthal-Gymnasium und das Werner-von-Siemens-Gymnasium. . Die GeistesWERKstatt wird im Rahmen des Programms "Denkwerk" von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Weitere Informationen: Dr. Yvonne Pauly, Koordinatorin Akademie und Schule, E-mail: pauly@bbaw.de, Tel. 030/20370-372.
Pressekontakt:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leitung Referat Information und Kommunikation
Gisela Lerch
Jägerstr. 22/23, 10117 BerlinTel. 030/20370-657, E-mail: lerch@bbaw.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Religion
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
Deutsch

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