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24.06.2009 08:43

Heiße Nasen, Sound-Synthesen, Erdbeben - Hochschule Regensburg vergibt Präsentationspreise

Christian Schmalzl Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Regensburg

    Hervorragende Diplomarbeiten geben Einblick in das ganze Fächer- und Leistungsspektrum der acht Fakultäten

    "Präsentationstechniken werden immer wichtiger. Wir wollen zum einen die beste Arbeit aus jeder Fakultät prämieren, zum anderen geht es darum, hervorragend dokumentierte und präsentierte Abschlussarbeiten zu prämieren", so HS.R-Präsident Josef Eckstein zum Konzept des Präsentationspreises. In seinen Grußworten erläuterte er auch gleich die Spielregeln: Jeweils 10 Minuten lang hatten die Referentinnen und Referenten Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorzustellen. Im Anschluss hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

    Dass die Abschlussarbeiten an der HS.R immer mit externen Partnern durchgeführt werden, wertete Johann Spieß als Vorsitzender des Vereins der Freunde der Hochschule Regensburg als besondere Möglichkeit der Persönlichkeitsprägung. "Außerdem ist diese Form der Abschlussarbeit sozusagen ein über mehrere Monate hinweg dauerndes Bewerbungsgespräch mit dem Unternehmen", so Spieß in seiner Begrüßung. Daher sponsere der Verein diesen Preis sehr gerne, zumal es dem Verein darum geht, den Kontakt zu den Alumni zu halten und zu vermitteln.

    Den besten Beweis zum Gesagten lieferte der Wirtschaftsinformatiker Mathias Eckert, der das Thema seiner Abschlussarbeit mit seinem Hobby als Discjockey und Musikproduzent verbinden konnte. Er entwickelte in seiner Arbeit an der University of New South Wales in Sydney eine online-Experimentier-Umgebung, mit der Studierende der Musik interaktiv die Grundlagen der Sound-Synthese erlernen können und integrierte diese in ein eLearning-System. Das Projekt wird in Sydney weitergeführt. Dazu werden derzeit Praktikanten gesucht. Matthias Eckert bot sich den interessierten Studierenden gleich als Vermittler an.

    Der Diplom-Ingenieur Christoph Fleischmann fertigte seine Abschlussarbeit beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg an, wo er mittlerweile auch beschäftigt ist. Er hatte den Auftrag, die Fertigung von Solarzellen zu optimieren und ermittelte hierzu prozessinduzierte Schädigungen im Material. Anschaulich führte er dem Publikum die hierzu entwickelten Methoden vor.

    Wie man Sponsoring-Aktivitäten optimieren kann, zeigte die Betriebswirtin Yvonne Gassner auf. Seit 2007 ist sie beim studentischen Verein "Formula Student Team Dynamics" aktiv. Das HS.R-Team benötigt jährlich ca. 40.000 Euro für die Entwicklung eines neuen Rennwagens. Mit einer Umfeldanalyse untersuchte sie die Einflussgrößen und die unterschiedlichen Arten des Sponsorings. Ergänzend führte sie eine Studie bei 72 Formula Student Sponsoren durch und ermittelte deren Beweggründe sowie Erwartungshaltungen. Dass sie als Absolventin immer noch mit Begeisterung bei Dynamics e.V. mitarbeitet, wurde am Ende ihres Vortrags deutlich, als sie für die Präsentation des neuen Rennboliden warb.

    Der Architekt Thomas Hilbert präsentierte seine städtebauliche und architektonische Lösung für die Stadt Freising. Dabei ging es vor allem darum, am östlichen Rand der Altstadt ein Gesamtkonzept für einen sinnvollen Umgang mit dem Bestandsgefüge zu entwickeln. Anschaulich erläuterte er sein Vorgehen hinzu. Das Ergebnis konnte zudem als Modell bewundert werden.

    Drei Monate hat Johanna Koller-K.C. in Nepal verbracht. Die Sozialpädagogin untersuchte dort die "Bedeutung von Empowerment in der Prävention von Mangelernährung bei Kindern unter drei Jahren". Dabei zeigte sie am Beispiel der Laienhelferinnen des Urban Nutrition Projekts in Nepals Hauptstadt Kathmandu auf, wie Strategien und Maßnahmen den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen und Gemeinschaften erhöhen und dieses "Empowerment" einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leistet. Leidenschaftlich betonte sie in der anschließenden Diskussion die Nachhaltigkeit dieses Projekts.

    Ebenso begeistert berichtete Tobias Schabl von seiner Diplomarbeit "Aussteifungsverbände als passives Dämpfungssystem für Erdbebenbeanspruchungen - Konzepte, Tragverhalten und Bauteilversuche", die sich mit erdbebensicherem Bauen beschäftigt. Der Bauingenieur hatte die Aufgabe, in und für Mexiko-Stadt passive Dämpfungs- und Aussteifungssysteme zu entwickeln, die zum einen kostengünstig und einfach zu produzieren sind.

    Der Maschinenbauer Ferdinand Solfrank erläuterte dem erstaunten Publikum welch hohe Temperaturen an Nasen von Flugkörpern gerade bei Überschallgeschwindigkeit entstehen können. Er setzte sich bei der Fa. Diehl, für die er nun auch arbeitet, mit Methoden zur Ermittlung der aerokinetischen Aufheizung auseinander.

    Mit Mechatronik hat Johann Steinbrecher seinen Traumstudiengang an der HS.R gefunden. "Ich bin begeistert von der interdisziplinären Kombination aus mechanischen, elektronischen und informationstechnischen Elementen", so das Statement des Diplom-Ingenieurs, der in seiner Abschlussarbeit eine "Interfacekarte zur Analyse inkrementeller Analog- und Digitalsignale hoher Bandbreite" entwickelte.

    Alle Referentinnen und Referenten wurden vom Publikum für ihre innovativen Konzepte mit viel Applaus bedacht. Die mit 300 € dotierten Preise - gestiftet vom Verein der Freunde der Fachhochschule Regensburg - überreichte dessen Vorsitzender Johann Spieß. HS.R-Präsident Josef Eckstein sprach ihm großen Dank für dieses Förderengagement aus.


    Bilder

    Die acht Preisträgerinnen und Preisträger mit HS.R-Präsident Josef Eckstein (2. v. l. , hinten) und dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde, Johann Spieß (2.v.l., hinten)
    Die acht Preisträgerinnen und Preisträger mit HS.R-Präsident Josef Eckstein (2. v. l. , hinten) und ...
    Quelle: Foto: Ch. Gaßner


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Die acht Preisträgerinnen und Preisträger mit HS.R-Präsident Josef Eckstein (2. v. l. , hinten) und dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde, Johann Spieß (2.v.l., hinten)


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