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26.06.2009 12:12

Preisgekröntes Liedduo gastiert in Halles Universitätsaula

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Dieses Duo verspricht einen wahren Hörgenuss: Michael Nagy (Bariton) und Juliane Ruf (Klavier) gastieren am Dienstag, 7. Juli 2009, um 19:30 Uhr in der Aula der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2003 studieren sie gemeinsam bei einem der großen Liedbegleiter der vergangenen Jahrzehnte: Irwin Gage. Bei ihren durchaus seltenen Konzerten begeistern sie stets ihr Publikum. Ihr Gastspiel im Rahmen der Reihe aula konzerte halle umfasst Werke von Ralph Vaughan Williams, Gustav Mahler, Wolfgang Fortner und Richard Strauss.

    Zeit:
    7. Juli 2009, 19:30 Uhr
    Ort:
    Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Löwengebäude, Aula
    Universitätsplatz 11
    06108 Halle

    Michael Nagy und Juliane Ruf gewannen 2004 den 1. Preis beim "Internationalen Wettbewerb für Liedkunst" der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart. Seitdem haben sie sich weitere Meriten ersungen und erspielt. "Es ist erstaunlich und erfreulich zu sehen, wie dicht die beiden Musiker inzwischen künstlerisch zusammengewachsen sind", schrieb die "Westfalenpost", die über einen "Liederabend außergewöhnlichen Formats" berichtete.

    Auf einen solchen Abend dürfen sich nun auch die Besucher des Konzerts in der Universitätsaula freuen. Er beginnt mit Ralph Vaughan Williams' "Songs of Travel", die zu den frühesten Werken des englischen Komponisten zählen. In den Reiseliedern werden die inneren Facetten eines frei gewählten Vagantenlebens beleuchtet. Es schließen sich Gustav Mahlers "Gesellenlieder" an. Im Gegensatz zu Vaughan Williams knüpft Mahler deutlicher an die Tradition der Liederzyklen Schuberts an, nicht zuletzt durch das Bild des Lindenbaums, das im vierten Lied zum Symbol für die tröstende Rast wird, die am Ende einer vergeblichen Suche nach Glück und Liebeserfüllung steht.

    Auf dem Programm stehen ferne die "Gesänge nach Hölderlin" von Wolfgang Fortner. Die Zäsur der Jahre 1933-45 beeinflusste entscheidend die Karriere des 1907 in Leipzig geborenen Komponisten. Zunächst tat er sich vor allem auf kirchenmusikalischem Gebiet hervor und galt mit seiner klassizistisch objektivierten Formensprache und sachlich ausgerichtetem Klangsinn als großes Kompositionstalent. Seine Rolle während der NS-Zeit ist jedoch umstritten. Nach 1945 zog er Teile seines Werks zurück und wandte sich neueren kompositorischen Strömungen und Techniken zu. Die 1933 entstandenen "Vier Gesänge" spiegeln die in den ersten Jahren gefundene Sachlichkeit wider.

    Von Richard Strauss stammen schließlich die "Fünf Lieder aus 'Letzte Blätter', op. 10". Mit ihrer Mischung aus Schwärmerei, Besinnlichkeit und Sentimentalität lassen sie schon in diesem frühen Opus des erst 21-Jährigen die erstaunliche Fähigkeit zu formaler Vollendung erkennen. In ihnen eröffnet sich zudem feinsinnig die bürgerliche Atmosphäre des Fin de siècle Münchens im Vorfeld des Jugendstils.

    Weitere Informationen zu den Musikern:

    Michael Nagy (Jahrgang 1976) begann seine musikalische Ausbildung bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. 1995 war er Bundespreisträger bei Jugend musiziert in den Bereichen Gesang und Liedbegleitung. Er studierte in Stuttgart, Mannheim und Saarbrücken Gesang, Liedgestaltung und Dirigieren. 2003 wurde er beim Hochschulwettbewerb für Schubertlieder mit dem 1. Preis ausgezeichnet, beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Graz mit dem 2. Preis und dem Schubert-Preis. Zu Gast war er bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Europäischen Musikfest Stuttgart und dem Bachfest Leipzig. Sein Operndebüt gab er 2001 an der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Ensemblemitglied der Oper Frankfurt am Main.

    Juliane Ruf (Jahrgang 1975) wurde in Freiburg geboren und erhielt schon früh Klavierunterricht. Zusätzlich begann sie, Oboe und Geige zu lernen und gewann zahlreiche Preise bei Jugend musiziert. Nach dem Studium der Schulmusik mit Hauptfach Klavier in Mannheim begann sie dort ein Zusatzstudium Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr. Sie nahm an Meisterkursen bei Irwin Gage, Rudolf Piernay, Ruth Ziesak, Graham Johnson, Charles Spencer, Burkhard Schaeffer und Ulf Bästlein teil. Juliane Ruf ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und der Stiftung Podium Junger Musiker. Preise für die beste Liedbegleitung erhielt sie beim Paula-Salomon-Lindberg-Liedwettbewerb Berlin, beim Joseph-Suder-Liedwettbewerb sowie beim Concours International Lili et Nadia Boulanger.

    Weitere Informationen zur Konzertreihe:

    Die Reihe aula konzerte halle hat die Martin-Luther-Universität im April 2006 ins Leben gerufen. Auf hohem künstlerischen Niveau werden wenige, aber programmatisch reizvolle Konzerte angeboten. Seit 2008 wird die Reihe von einem gleichnamigen Verein unterstützt.

    Vorsitzender ist der hallesche Philosophie-Professor Jürgen Stolzenberg. Hauptsponsoren der Reihe sind die Saalesparkasse (http://www.sparkasse-halle-web.de) und die Volksbank Halle (http://www.vbhalle.de).

    Kartenverkauf:

    Das Konzert beginnt am Dienstag, 7. Juli 2009, um 19:30 Uhr in der Aula der Universität im Löwengebäude, Universitätsplatz 11, 06108 Halle. Die Karten kosten je 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Schülergruppen ab zehn Personen gilt ein reduzierter Preis von 4 Euro pro Karte.

    Uni-Shop (mit Info-Punkt)
    Marktschlösschen, Marktplatz 13, 06108 Halle (Saale)
    Tel.: 0345 2036702, Fax: 0345 2036715
    E-Mail: uni-shop@verwaltung.uni-halle.de

    Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr

    KULTURINSEL, Theater- und Konzertkasse

    Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle (Saale)
    Tel.: 0345 2050-222, Fax: 0345 2050-237
    Mo-Sa 10-20 Uhr

    Abendkasse im Löwengebäude, Universitätsplatz 11, Foyer

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg
    Professor für Geschichte der Philosophie
    Telefon: 0345 55 24390
    E-Mail: stolzenberg@phil.uni-halle.de


    Weitere Informationen:

    http://www.aulakonzerte.uni-halle.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Musik / Theater
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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