Wer erhält in Unternehmen welche Informationen und wofür? Auch in kleinen und mittleren Betrieben wird es immer wichtiger, die Qualität von Informationen und deren gezielte Verteilung sicherzustellen. Um Informationsflüsse zu optimieren, soll jetzt im Rahmen des Forschungsvorhabens T.I.M. - Total Information Measurement am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern eine neue Messmethodik entwickelt werden. Das Projekt im Rahmen der Initiative "KMU-Innovativ" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp einer halben Million Euro gefördert.
Gemeinsam mit der TQSoft GmbH (Berlin) arbeitet das Fraunhofer IESE an einer Strategie, um unternehmenskritische Informationen und Informationsflüsse über den gesamten Lebenszyklus einzelner Informationsobjekte messbar, sichtbar und analysierbar zu machen. Ziel dabei ist es, die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse sowie das Workflow-Management-System zu optimieren, um relevante Informationen vollständig und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu machen.
Vor dem Hintergrund des Zusammenwirkens komplexer Softwaresysteme ist die Analyse der unternehmenskritischen Informationsflüsse bzw. -prozesse für die Modellierung von Softwarelösungen von großer Bedeutung. Die Herausforderung des Vorhabens besteht darin, festzustellen, wie die Qualität der Informationen im Zusammenspiel von Benutzern und Anwendungen bewertet werden kann.
Nach der systematischen Analyse der informationserzeugenden und -verteilenden Prozesse in der industriellen Praxis beginnt der Aufbau eines Messprogramms zur Analyse der Informationsqualität. Die erhobenen Messdaten dienen anschließend der Definition eines allgemeinen Modells zur systematischen Erfassung und formalen Bewertung von Informationsqualität, sowie als Entscheidungsunterstützung bei der Ermittlung des Optimierungspotenzials firmeninterner Prozesse. Das entwickelte Modell wird in Form eines Prototyps als (Software-) Anwendung implementiert und in Fallstudien bei den Partnern in der betrieblichen Praxis ständig geprüft und verfeinert.
Unter http://tim.informer.de findet zum Projektauftakt eine Onlinebefragung statt. Wer sich für die Ergebnisse des Forschungsprojekts interessiert, kann bis zum 15. Juli 2009 an dieser Umfrage teilnehmen.
Ansprechpartner:
Alexander Rabe
Telefon +49 (631) 6800 1002
alexander.rabe@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Informationssysteme und medizintechnische Geräte bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe - vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik, dem auch das Fraunhofer ITWM angehört, engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 57 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Das Institut ist nach 2008 wiederholt als Teil des Fraunhofer-Zentrums Kaiserslautern offiziell "Ausgewählter Ort 2009" im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen".
http://www2.iese.fraunhofer.de - Homepage des Fraunhofer IESE
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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