Die Fußballroboter der Universität Stuttgart sind Weltmeister im Roboterfußball der Middle Size Liga. In einem der interessantesten Turniere der RoboCup-Geschichte ist es dem 1. RFC Stuttgart bei der Robocup-WM vom 29. Juni bis zum 5. Juli in Graz am letzten Spieltag gelungen, sich nach einem spannenden Spiel den 4:1 Sieg gegen die Mannschaft Tech United aus Eindhoven (Niederlande) den Titel "World Champion 2009" zu erkämpfen. Bei dem Wettkampf mussten sich die Stuttgarter Roboter gegen 13 weitere Teams aus acht verschiedenen Ländern durchsetzen. Darunter war auch der bis dahin amtierende Weltmeister Cambada (Portugal). Neben Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal und Österreich waren auch China, Japan und der Iran vertreten.
Der 1. RFC Stuttgart aus Mitarbeitern der Abteilung Bildverstehen des Instituts für Parallele und Verteilte Systeme unter Leitung von Prof. Paul Levi und des Instituts für Technische Optik unter Leitung von Prof. Wolfgang Osten konnte auch einen zweiten Platz bei der sogenannten "Technical Challenge" und einen weiteren ersten Platz bei der "Scientific Challenge" mit nach Hause bringen. Bereits im April waren die Stuttgarter Roboterfußballer bei der Robocup German Open Deutsche Meister geworden.
Im Anschluss an den Sieg spielten RoboCup-Funktionäre gegen den neuen Weltmeister in der Middle-Size League. Dabei waren die Roboter noch deutlich
unterlegen. Bis im Jahr 2050 ein humanoides Roboterteam erfolgreich gegen den dann amtierenden menschlichen Weltmeister spielen wird, ist also noch ein weiter Weg zurückzulegen.
Die Erfolge sprechen für sich, doch der eine oder andere mag sich
fragen, welchen wissenschaftlichen Hintergrund die RoboCup-Wettbewerbe haben. Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an derartigen Wettbewerben ist es, auf aktuellen Forschungsgebieten der Informatik von der Echtzeit-Bildbearbeitung über kooperative Robotik und Echtzeit-Architekturen bis zur verteilten Planung intensiv tätig zu sein. Mögliche aktuelle Anwendungsgebiete dieser Forschungen sind autonome Fahrzeuge ebenso die wie die autonome kooperative Fertigungsrobotik, Service-Robotik oder Planeten- und Tiefseeerkundung mit Robotern. Autonomie bedeutet hier, dass kein oder ein nur sehr begrenztes menschliches Eingreifen gewünscht oder möglich ist.
Weitere Informationen bei
Dr. Michael Schanz vom Institut für Parallele und Verteilte Systeme unter
Tel. 0711/7816-350, e-mail: michael.schanz@informatik.uni-stuttgart.de
sowie unter
http://robocup.informatik.uni-stuttgart.de (Fotomaterial)
http://www.robocup.org/
http://www.robocup2009.org/
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).