Oskar-Kuhn-Preis der BLEIB GESUND STIFTUNG zeichnet Lehrplan aus, weil er Studierende auf den Umgang mit sterbenden Patienten vorbereitet
Als Auszeichnung für herausragende Leistungen bei der patientenorientierten Gesundheitskommunikation verleiht die BLEIB GESUND STIFTUNG im Rahmen des Oskar-Kuhn-Preises eine Lobende Anerkennung an das Projekt "Kommunikation am Lebensende - Curriculum für die Lehre in der Medizin und Evaluation". Der Preis wurde am 6. Juli in Berlin verliehen. "Wir freuen uns über diese Anerkennung der Fachjury, die damit ja auch die Besonderheiten des Medizinstudiums in Witten hervorhebt", sagt Prof. Dr. Martin W. Schnell, Direktor des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen, der für diesen Teil des Lehrangebots mit seinen Mitarbeitern Dr. Christian Schulz und Mischa Möller zuständig ist.
Das Seminar "Kommunikation mit Sterbenden" ist an der Universität Witten/Herdecke in das Curriculum Palliativmedizin eingebettet. Medizinstudenten im achten Semester werden hier für die Besonderheiten in der Kommunikation am Lebensende sensibilisiert und darin angeleitet. Kommunikatives Verhalten wird dabei nicht nur als ärztliche Tätigkeit sondern auch als ärztliche Handlungsweise angesehen. Ausbildungsziel des Curriculums ist es, Kommunikation systematisch anhand von Modellen und typischen Situationen einzuüben und gemeinsam zu reflektieren. Im Mittelpunkt stehen nach einführenden und vertiefenden Seminaren Simulationen von Patientenkontakten und schließlich auch der reale Patientenkontakt. Die Studierenden üben mit geschulten Simulationspatienten Fälle, die in ihrer Komplexität an das jeweilige Semester angepasst sind. Diese Rollenspiele werden auf DVD aufgezeichnet und im Anschluss in der Gruppe mit erfahrenen Psychologen und Ärzten besprochen. Neben der naturwissenschaftlichen Ausbildung begreift die Universität Witten/Herdecke es als ihre Aufgabe, den Studierenden sozial- und geisteswissenschaftliche Kompetenzen zu vermitteln, die für werdende Ärztinnen und Ärzte unverzichtbar sind.
Der Oskar-Kuhn-Preis der BLEIB GESUND STIFTUNG
Mit dem Preis will die Stiftung, die von der wdv Gesellschaft für Medien & Kommunikation mbH & Co. OHG im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, an die Verlegerpersönlichkeit Oskar Kuhn und dessen Pionierarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation erinnern. Bereits in den 60er Jahren engagierte sich Oskar Kuhn mit verschiedenen Medien-Projekten für eine weitreichende Gesundheitsaufklärung. Ziel des Oskar-Kuhn-Preises ist die Förderung der effektiven Gesundheitskommunikation: Sie gewinnt an Bedeutung, weil selbstbestimmte Patienten nach Informationsmöglichkeiten und Plattformen suchen, die auf ihre individuelle Situation zugeschnitten sind und ihnen neben Informationen auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten. Im Mittelpunkt des Förderinteresses stehen deshalb innovative Ideen und Projekte, die einen partnerschaftlichen Dialog mit Patienten bzw. Patientengruppen, aber auch zwischen Ärzten und / oder Pflegekräften sowie innerhalb von Patientengruppen voranbringen.
Weitere Informationen bei Prof. Dr. Martin W. Schnell, 02302/926-214, schnell@uni-wh.de, http://www.medizin.uni-wh.de/pflegewissenschaft/iekg
BLEIB GESUND STIFTUNG, Dorothée Finé, 06172/670-133, oskar-kuhn-preis@wdv.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).