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15.07.2009 10:21

Tierische Sommergeschichten der Deutschen Wildtier Stiftung

Eva Goris Kommunikation
Deutsche Wildtier Stiftung

    Wenn Vögel Federn lassen

    Der Juli ist für Erpel eine riskante Zeit: Die Enten-Männchen müssen jetzt Federn lassen! Mit Beginn des Federwechsels, der Mauser, verlieren sie ihre Flugfähigkeit und suchen vorsichtshalber Deckung im Schilf. "Bis die langen Federn besonders an den Schwingen wieder nachgewachsen sind, dauert es einige Wochen", sagt Andreas Kinser, Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. In dieser Zeit sind die sonst so selbstbewussten Erpel eher zurückhaltend und sehr scheu. "Spaziergänger sollten darauf Rücksicht nehmen und die Vögel nicht aufscheuchen", so Andreas Kinser. "Entenweibchen dagegen verlieren ihre Federn erst, wenn der Nachwuchs fliegen kann." Doch noch läuft das Brutgeschäft am Ententeich auf Hochtouren.

    Alle Vogelarten kommen irgendwann in die Mauser. Sie wechseln ihr Federkleid aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen nutzt sich das Gefieder trotz penibler Pflege im Laufe der Zeit ab und muss erneuert werden, zum anderen hat der Federwechsel auch optische Gründe: "Erpel bekommen jetzt ihr Prachtkleid, denn schon im Herbst werben sie um die Gunst der Weibchen, obwohl sie sich erst im nächsten Frühjahr fortpflanzen", erläutert Andreas Kinser. Für die Enten-Verlobung putzen sich die Erpel also schon frühzeitig heraus. Die Ausstattung im Feder-Kleiderschrank der Vögel ist vielfältig: es gibt Sommer- und Winterkleidung, Tarn- und Ruhegewänder, Prachtgefieder und Braut-Federkleider.

    Nicht nur die verschiedenen Entenarten wechseln ihr Federkleid. Berühmt ist der spektakuläre Mauser-Zug der Brandgänse. Jetzt im Sommer landen Zehntausende aus ganz Europa in den traditionellen Mausergebieten im Wattenmeer an der Nordseeküste. Wer dort Urlaub macht, kann den Vogelzug beobachten. Vor allem auf der Insel Trischen versammeln sich besonders viele Vögel, um ihr Gefieder zu wechseln. Andreas Kinser: "Juli und August sind besonders günstige Monate für die Mauser: Es gibt genug Nahrung und außerdem ist es schön warm."

    Tipp der Deutschen Wildtier Stiftung: Während der Mauser brauchen Vögel Rückzugsräume und sie baden auch besonders gern. Sorgen Sie in Ihren Gärten für Hecken und Buschwerk und legen Sie kleine Teiche an.

    Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

    Pressekontakt
    Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.DeutscheWildtierStiftung.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Tier / Land / Forst
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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