Die hallesche Martin-Luckner-Stiftung vergibt erstmals ein Förderstipendium, das die indische Studentin Sarada Devi Ramachandran erhalten wird. Aus gutem Grund entschied sich der Stiftungsvorstand für die Vergabe des Stipendiums. Seit 2008 absolviert die Preisträgerin sehr erfolgreich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein Master-Studium der Pharmazeutischen Biotechnologie. Um ihr Studium jedoch fortsetzen und im Jahr 2010 erfolgreich abschließen zu können, benötigt sie finanzielle Unterstützung.
"Sarada Devi Ramachandran fiel schon zu Anfang ihres Master-Studiums in Halle auf", sagt Professor Birgit Dräger vom Institut für Pharmazie der MLU und Mitglied des Beirats der Stiftung. "Ihre besonders aufmerksamen und kenntnisreichen Kommentare und Fragen in den Seminaren und Vorlesungen bereicherten oft die Veranstaltungen." Erstaunlich hohe technische Kompetenz zeigte sie während der praktischen Übungen in Pflanzenzellkulturtechniken und in Pflanzenmolekularbiologie im vergangenen Wintersemester. "Dann teilte mir Devi Ramachandran zu Beginn des Sommersemesters mit, dass sie fürchtet, zurück nach Indien gehen zu müssen, weil mehrere ihrer Geschwister studieren und ihre Eltern die Ausbildung in Deutschland nicht mehr finanzieren können," so Dräger weiter.
Die Martin-Luckner-Stiftung vergibt satzungsgemäß Förderstipendien im Bereich der pharmazeutisch-biotechnologischen und biologischen Wissenschaften an der MLU. Auf Grund ihrer sehr guten Leistungen erhält nun Sarada Devi Ramachandran ein Stipendium, das ihr die Fortführung und erfolgreiche Beendigung des Studiums 2010 ermöglichen soll. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 3.000 Euro. Auf Beschluss des Vorstands der Martin-Luckner-Stiftung erhält die Inderin über einen Zeitraum von sechs Monaten eine Zuwendung in Höhe von je 500 Euro. "Ich bin sehr froh und dankbar, dass damit die Fortsetzung meines Studiums hier in Halle gesichert ist", freut sich Ramachandran.
Die besonders begabte Studentin legte 2003 das Abitur am Gymnasium an der Sri Vidya Mandir MHS School, Indien, mit sehr guten Noten ab. Von 2004 bis 2008 absolvierte sie ein Bachelorstudium in Landwirtschaftlicher Biotechnologie an der Tamil Nadu Agricultural University, Coimbatore, Indien, OGPA. Seit 2008 studiert die Biotechnologin in Halle an der Saale. Theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrung hat sie mit verschiedenen modernen Techniken der Molekularbiologie und Biotechnologie gesammelt, zum Beispiel bei der RNA-Isolierung und Quantifizierung aus Faserzellen von Pflanzen, speziell Baumwolle.
Einmalige Reisekostenbeihilfe
Außerdem vergibt die Martin-Luckner-Stiftung eine einmalige Reisekostenbeihilfe an Dr. Irina Hirsch von der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung. Sie erhält die Beihilfe für den Besuch des "Fluorescence Techniques course" vom 14. bis 17. September 2009 in Madrid. Die Stiftung wird die Kursgebühren in Höhe von 500 Euro übernehmen. "Bei dieser Weiterbildung zu Fluoreszenztechniken in Spanien kann die junge Wissenschaftlerin für die gesamte Arbeitsgruppe (AG) wichtige Anwendungsmöglichkeiten erlernen", sagt Dr. Barbara Kampa, Mitglied des Vorstands der Luckner-Stiftung. Irina Hirsch gehört der AG Dr. Ferrari (unabhängige Nachwuchsforschergruppe an der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung) an.
Die Martin-Luckner-Stiftung wurde 2005 gegründet. Sie trägt den Namen des 2004 verstorbenen halleschen Professors für Pharmazeutische Biologie, der an der Neugestaltung und Profilierung der Martin-Luther-Universität als Prorektor (1992-1996) wesentlichen Anteil hatte. Zweck der Luckner-Stiftung ist die Förderung der pharmazeutisch-biotechnologischen und biologischen Wissenschaften an der Martin-Luther-Universität und in ihrem Umfeld sowie deren praktische Umsetzung.
Ansprechpartnerin:
Dr. Barbara Kampa
BioSolutions Halle GmbH
Telefon: 0345 55 59 741
E-Mail: kampa@biosolutions-halle.de
Sarada Devi Ramachandran
Quelle: Foto: privat
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie
regional
Personalia
Deutsch

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