Der Würzburger Strahlentherapeut Dr. Matthias Guckenberger hat den mit 5000 Euro dotierten Hermann-Holthusen-Preis erhalten. Mit diesem Preis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie alljährlich junge Forscher für umfassende und exzellente wissenschaftliche Arbeiten aus.
Tumore im menschlichen Körper möglichst effektiv bestrahlen und dabei das umliegende gesunde Gewebe so weit wie möglich schonen: Wie das gehen kann, wenn sich der Körper während der Bestrahlung auch noch bewegt - beispielsweise durch die Atmung - das erforscht der Strahlentherapeut Matthias Guckenberger. Die Entwicklung und klinische Erprobung von Techniken der Präzisionsstrahlentherapie sind sein Forschungsschwerpunkt.
Strahlen zielgenau bündeln
Bei der Behandlung von Tumoren beispielsweise der Lunge oder der Prostata ist bekannt, dass eine höhere Bestrahlungsdosis den Tumor zwar besser bekämpfen kann, gleichzeitig aber im gesunden Gewebe das Risiko von Nebenwirkungen erhöht. "Es muss folglich das Ziel einer sicheren und effektiven Strahlentherapie sein, die Bestrahlung zielgenau im Tumor zu bündeln und das umgebene Normalgewebe möglichst gut zu schonen", sagt der 32-Jährige.
Dazu hat Guckenberger für die verschiedenen Stufen der Planung und Durchführung einer Strahlentherapie Lösungsansätze entwickelt. Zwei Punkte tragen maßgeblich dazu bei, die Präzision der Strahlentherapie signifikant zu steigern: Die Berücksichtigung der Atembewegung in der Therapieplanung sowie eine genaue Bestimmung der Tumorposition direkt vor der Behandlung.
Guckenbergers Technik in klinische Praxis aufgenommen
Inzwischen wurde diese, von Guckenberger entwickelte Technik in die klinische Praxis aufgenommen; erste Auswertungen der Therapie von Lungentumoren, gynäkologischen Tumoren und Tumoren der Wirbelsäule liegen bereits vor.
Verbesserte Abtötung der Tumoren erreicht
"Diese Ergebnisse sind vielversprechend: Durch die präzise Bestrahlung konnten wir im Vergleich zur bisherigen Technik eine verbesserte Abtötung der Tumoren erreichen, ohne dass im Gegenzug die Nebenwirkungen zugenommen hätten", schildert Guckenberger.
Guckenberger erhielt die Auszeichnung bei der Jahrestagung der deutschen Strahlentherapeuten (DEGRO) in Bremen. Es ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung dieser Gesellschaft. Die Arbeiten des Würzburger Forschers wurden in über 40 internationalen wissenschaftlichen Artikeln publiziert. 2008 hat Guckenberger bereits den europäischen ESTRO-Accuray-Preis erhalten.
Kontakt: Dr. Matthias Guckenberger, T: (0931) 201 28884; Guckenberger_M@klinik.uni-wuerzburg.de
Dr. Matthias Guckenberger von der Universität Würzburg hat den mit 5.000 Euro dotierten Hermann-Holt ...
Quelle: Foto privat
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

Dr. Matthias Guckenberger von der Universität Würzburg hat den mit 5.000 Euro dotierten Hermann-Holt ...
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