idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
23.07.2009 09:05

Bilder vom Mond - Sonderausstellung im Deutschen Museum

Bernhard Weidemann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Museum

    Im Internationalen Jahr der Astronomie 2009 greift das Deutsche Museum die Frage wie die Forschung den Mond sieht auf. Die Sonderausstellung "Bilder vom Mond" zeigt vom 24. Juli bis 11. November in der Abteilung Foto+Film Bilder vom Mond aus wissenschaftlicher Sicht von der Zeit der Entdeckung des Fernrohrs bis zu den Bildern von der ersten Mondlandung selber. In der angrenzenden Abteilung Drucktechnik sind Presseartikel aus dem Jahr 1969, die über die Mondlandung berichten ausgestellt und leiten den Weg zur Abteilung Raumfahrt.

    In der Raumfahrtabteilung ist unter den ausgestellten Originalobjekten ein Apollo-Raumanzug, ein J2-Raketentriebwerk der mächtigen Saturn V-Rakete sowie ein Mondstein zu sehen. Vier Dioramen veranschaulichen wichtige Phasen der Missionen und vermitteln in Verbindung mit verschiedenen Medienstationen einen komplexen Eindruck von der Technik des Apollo-Projektes.

    Mit dem Fernrohr, das Galileo Galilei vor 400 Jahren erstmals auf den Mond richtet, beginnt ein neues Zeitalter der Astronomie. An die Stelle des natürlichen Sehens tritt ein Instrument, das die Wahrnehmung unterstützt und damit auch die Vorstellung des Betrachters entscheidend beeinflusst. Was Galilei auf dem Mond entdeckt hat, wollte er unverzüglich wieder sichtbar machen, um seine Eindrücke zu bezeugen. Bis in das 19. Jahrhundert blieb die Darstellung des Mondes auf die grafische Reproduktion beschränkt. Während hochauflösende Spiegelteleskope längst den Blick auf feinste Details des Mondes eröffnet hatten, bedurfte die Wiedergabe dieser Strukturen einer unablässigen, zeichnerischen Fleißarbeit. Mit der Erkundung des Mondes durch die Raumfahrt beginnt ein neues Kapitel der Visualisierung. Die Fernsehkameras der verschiedenen, in den 1960er Jahren im Auftrag der NASA gestarteten Mondsonden lieferten eine Fülle detailgetreuer Bilder der Mondoberfläche. Als amerikanische Astronauten 1969 erstmals den Mond betraten, wurde dies weltweit als mediale Sensation gefeiert. Mehr noch als das gesprochene Wort dienten die zur Erde gesandten Bilder als Beweis für den Tatbestand der Mondlandung. Die Fußspur, die der Astronautenstiefel im Mondstaub hinterlassen hat, bezeugt wie kein anderes Bild die reale Präsenz der Menschen auf dem Mond.

    So verschieden die in der Sonderausstellung gezeigten Bilder sind, so mannigfaltig sind auch die Botschaften, die sie vermitteln. Die Ausstellung versteht die Bilder des Mondes daher auch als Anregung, um über Herstellung, Gebrauch und Funktion von Bildern in der Wissenschaft nachzudenken.

    Zum 40 Jährigen Jubiläum der Mondlandung wird in der Raumfahrtabteilung ein Nachbau des Mondautos gezeigt, mit dem die Astronauten bei den letzten drei Apollo-Missionen viele Kilometer auf der Mondoberfläche zurücklegten.

    Die Sonderausstellung wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung des Freundes- und Förderkreises Deutsches Museum.


    Weitere Informationen:

    http://www.deutsches-museum.de/presse


    Bilder

    Galileo Galilei, Tuschzeichnung des Mondes, 1610
    Galileo Galilei, Tuschzeichnung des Mondes, 1610
    Quelle: Foto: Deutsches Museum

    Diorama der APOLLO-15 Landung, 1971 im Deutschen Museum
    Diorama der APOLLO-15 Landung, 1971 im Deutschen Museum
    Quelle: Foto: Deutsches Museum


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kunst / Design, Physik / Astronomie
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Pressetermine
    Deutsch


     

    Galileo Galilei, Tuschzeichnung des Mondes, 1610


    Zum Download

    x

    Diorama der APOLLO-15 Landung, 1971 im Deutschen Museum


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).