idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
28.07.2009 10:05

Gut kauen und selbstbewusst lächeln - GBE-Heft "Mundgesundheit" erschienen

Susanne Glasmacher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Robert Koch-Institut

    Erkrankungen des Mundes und der Zähne sind in Deutschland weit verbreitet: Zum Beispiel haben weniger als 1% aller Erwachsenen ein kariesfreies Gebiss. Das neue Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) "Mundgesundheit" liefert aktuelle Daten zur Verbreitung wichtiger Erkrankungen von Mund und Zähnen, beschreibt Risiko-faktoren, Prävention und Behandlung sowie die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland und Kostenaspekte.

    Eine gute Mundgesundheit ist eine wichtige Voraussetzung dafür, sich gesund und wohl zu fühlen. Sie hat vielfältige Auswirkungen auf den gesamten Organismus und wird durch ihn beeinflusst. Normalerweise haben Kinder 20 Milchzähne, die beim Zahnwechsel durch 32 bleibende Zähne (inklusive vier Weisheitszähne) ersetzt werden. Störungen der Mundgesundheit sind vielschichtige Prozesse und haben häufig mehrere Ursachen. Sie können drei großen thematischen Krankheitsbildern zugeordnet werden: Karies, Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontalerkrankungen) und Zahnverlust als Folge der beiden Erkrankungen. Dass ein Teil der Zähne, oftmals schon im Kindesalter, geschädigt wird, ist eng mit der Lebensweise verbunden, insbesondere mit dem Konsum von Zucker. Auch das Mundgesundheitsverhalten spielt eine wichtige Rolle.

    Hier setzen zahlreiche Präventionsmaßnahmen an, denn orale Erkrankungen besitzen hohes Präventionspotenzial und es gibt viele wirkungsvolle und kostengünstige Vorsorgemaßnahmen. Aktuelle Studien belegen, dass drei Viertel aller Deutschen bereits ein gutes Mundpflegeverhalten haben und regelmäßig eine zahnärztliche Praxis zu Kontrolluntersuchungen aufsuchen. Bei Kindern und Jugendlichen konnten in den letzten Jahren unter anderem durch den breiten Einsatz von Fluoriden in der Gruppen- und Individualprophylaxe deutliche Verbesserungen der Zahngesundheit erreicht werden. Allerdings ist eine Polarisation der Kariesbetroffenheit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erkennen, d.h. eine kleine Teilgruppe der Erkrankten vereinigt den Großteil der kariösen Zähne auf sich. Bei den Erwachsenen und Senioren wurde im Jahr 2005 erstmals ein Rückgang der Verbreitung von Karies und der Zahnverluste registriert. Die Prävalenz von Parodontalerkrankungen stagnierte aller-dings in den letzten Jahren auf hohem Niveau.

    Die Gesetzliche Krankenversicherung hat im Jahr 2007 über 7% der gesamten Leistungsausgaben für zahnärztliche Behandlung und Zahnersatz aufgewendet, insgesamt mehr als 10 Mrd. Euro.

    Das GBE-Heft 47 "Mundgesundheit" kann schriftlich kostenlos bestellt werden (Robert Koch-Institut, GBE, General-Pape-Straße 62, 12101 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 030-18754-3513) und ist abrufbar unter www.rki.de/gbe.

    ********************************

    Herausgeber
    Robert Koch-Institut
    Nordufer 20
    D-13353 Berlin
    www.rki.de

    Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

    Pressestelle
    Susanne Glasmacher
    (Pressesprecherin)
    Günther Dettweiler
    (stellv. Pressesprecher)
    Claudia Paape
    Heidi Golisch

    Kontakt
    Tel.: 030-18754-2239,
    -2562 und -2286
    Fax: 030-18754 2265
    E-Mail: presse@rki.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).