Am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover können Schülerinnen und Schüler jetzt in einem Sonderforschungsbereich mitarbeiten
Weiß eine Schülerin, wie im Maschinenbau geforscht wird; ein Schüler, was ein Sonderforschungsbereich ist? Und umgekehrt: Wissen Wissenschaftler, was Schülerinnen und Schüler in der zehnten, elften, zwölften Klasse interessiert, was sie lernen, was sie können? Die Antwort wird in den meisten Fällen heißen: Nein. Im Sonderforschungsbereich 653 am Produktionstechnischen Zentrum (PZH) der Leibniz Universität Hannover wird sich das jetzt ändern.
Sonderforschungsbereiche (SFB) sind Spitzenforschungsvorhaben, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt und finanziert werden. Am SFB 653 arbeiten zurzeit etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der unterschiedlichsten Fachrichtungen daran, Bauteile intelligent zu machen, ihnen etwa beizubringen, mit ihrer Umgebung zu kommunizieren und sich die Einzelheiten ihrer Herstellung und Nutzung zu merken. Prof. Berend Denkena, Sprecher des SFB, und Wirtschaftsingenieur Helge Henning, Geschäftsführer des SFB, suchen zu Beginn des neuen Schuljahres nun gemeinsam mit dem Schulportal UniKiK der Universität Schülerinnen und Schüler als "wissenschaftliche Schülerhilfskräfte" für die einzelnen Teilprojekte.
"Wir nehmen unseren Auftrag sehr ernst, den Nachwuchs früh mit einzubeziehen und für die ingenieurswissenschaftliche Arbeit zu begeistern", begründet Denkena, der das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen am PZH leitet, das Engagement, "und eigentlich ist es da naheliegend, Schülerinnen und Schülern auch über eine längere Zeit die Mitarbeit in einem Forschungsprojekt zu ermöglichen."
Muss man "Jugend forscht"-Gewinner sein, um sich beim SFB zu bewerben? Helge Henning winkt ab: "Wichtig ist, sich für Neues zu interessieren, gern zu lernen und sich im Team gut zurechtzufinden." Auch ein Schwerpunkt in Mathe oder Physik ist kein Muss. Schließlich kann man auch mit nichttechnischen Leistungskursen als Ingenieur etwas werden - Helge Henning, der vor neun Jahren in Hannover sein Abi gemacht hat, beweist es. Im Prinzip gibt es nur ein formales Kriterium: ein Mindestalter von 15 Jahren. Und etwas Zeit sollte man natürlich mitbringen. Wie viele Stunden pro Woche letztlich aber für die Forschung bleiben, muss individuell abgestimmt werden.
Die Schülerhilfskräfte bekommen für ihre Arbeit einen Stundenlohn von 6,80 Euro - neben den Einblicken ins Uni-Leben und in die Spitzenforschung im Maschinenbau ist das Angebot also auch ein gut bezahlter Schülerjob. Geschäftsführer Henning: "Wir wollen die Schülerinnen und Schüler ja im Rahmen ihrer Fähigkeiten wirklich in die Arbeit einbeziehen, sie sollen nicht nur zugucken und Kaffee kochen." Die Arbeit in den einzelnen Projekten wird sich sehr unterscheiden, aber egal, wohin es die jugendlichen Arbeitskräfte verschlägt: Sie werden immer einen direkten Ansprechpartner haben, der sich um ihre Einarbeitung kümmert und sich um keine Frage drücken wird.
Interessierte Schülerinnen und Schüler sollten sich mit einer kurzen Begründung, warum sie im SFB mitarbeiten wollen, und ihrem letzten Zeugnis bei Helge Henning (Kontakt siehe unten) bewerben. Weitere Infos gibt's unter http://www.pzh-hannover.de/schuelerjobs
Für das neue Angebot wird auch mit einem Schulposter geworben. Schulen, die dieses Poster noch nicht erhalten haben, können es unter unten angegebenem Kontakt bestellen.
Zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH):
Das PZH ist 2004 aus der Idee der Leibniz Universität Hannover entstanden, Hochschulforschung, Industrie und Unternehmen der Produktionstechnik zusammenzubringen. So haben sich jene sechs Institute der Fakultät für Maschinenbau, die sich mit Produktionstechnik und Logistik beschäftigen, gemeinsam mit der PZH GmbH und zahlreichen Unternehmen zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover zusammengeschlossen. Die GmbH als Universitätstochter übernimmt neben der Verwaltung des neuen Zentrums in Garbsen zahlreiche Aufgaben im Bereich Technologietransfer und Gründerberatung. Zurzeit arbeiten im PZH etwa 450 (Ingenieur-)Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Angestellte in Technik und Verwaltung; außerdem rund 400 studentische Hilfskräfte. Das PZH ist eine Lehr- und Forschungsstätte, in der Grundlagen- und industrielle Auftragsforschung gleichermaßen auf höchstem, internationalem Niveau betrieben werden. Seit 2004 hat das PZH mehr als 85 Millionen Euro für die Forschung eingeworben.
Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen der Geschäftsführer des SFB, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Helge Henning vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen unter Telefon +49 511 762 4989 oder per E-Mail unter henning@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Maschinenbau, Politik, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaft
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
Deutsch

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