Stellungnahme der DGKJP zum "Forschungsgutachten zur Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten"
Die DGKJP begrüßt im Grundsatz alle Bemühungen, die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu verbessern. Dabei teilt die DGKJP nicht alle Empfehlungen der Gutachter.
Zu begrüßen ist es, dass der Status und die Finanzierung der Auszubildenden verbessert werden sollte. Hierbei erscheint es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass dies nicht zulasten der Beschäftigungsverhältnisse schon approbierter ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten durchgeführt werden sollte. Weiterhin ist es zu begrüßen, das Curriculum in seiner Struktur transparenter und einheitlicher zu gestalten und für eine bessere Kooperation alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen durch eine bessere Vernetzung zu fördern. Aus Sicht der DGKJP ist es unerlässlich, die Verordnung von Medikamenten und insbesondere von Psychopharmaka an einen komplett durchgeführtes Medizinstudium - und damit an Ärzte - zu binden.
Nicht sinnvoll erscheint die im Gutachten vorgeschlagene Kürzung der Gesamttätigkeit im Rahmen der Ausbildung um 1/3. Profunde Kenntnisse über das breite Spektrum Kinder- und jugendpsychiatrischer Erkrankungen sind in diesem Rahmen nicht zu erwerben! In völliger Übereinstimmung mit dem Forschungsgutachten muss nach Ansicht der DGKJP ein Master-Studiengang Grundlage der Ausbildung bleiben, weil auch hier ansonsten von einer unzureichenden akademischen Basis der Absolventen auszugehen ist.
Kontakt:
Prof. Dr. med. J. Hebebrand
Präsident der DGKJP
Direktor der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
LVR-Klinikum Essen
Kliniken/Institut der Universität Duisburg-Essen
Virchowstraße 174, 45147 Essen
Tel 0201 7227-466
Fax 0201 7227-302
johannes.hebebrand@lvr.de /
johannes.hebebrand@uni-due.de
http://www.rk-essen.lvr.de
http://www.dgkjp.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik, Psychologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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