idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
10.08.2009 11:28

"Grüne Talente" aus aller Welt forschen für die Umwelt

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Ministerin Schavan zeichnet 15 Gewinner des internationalen BMBF-Umwelttechnologiewettbewerbs "Green Talents" aus

    Sie sind die ersten "Grünen Talente": Juliana Aristéia de Lima und Zhou Minghua kön-nen sich "Green Talent" nennen. Beide haben zusammen mit weiteren internationalen Nachwuchswissenschaftlern den Umwelttechnologiewettbewerb des Bundesministe-riums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen. Die Auszeichnung wurde in die-sem Jahr zum ersten Mal vergeben und richtet sich an herausragende wissenschaftli-che Talente aus der Umwelttechnologie. Ausschlaggebend für die Auswahl sind For-schungsarbeiten, die nachhaltig zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, schwindenden Energieressourcen und massiver Umweltverschmutzung beitragen können. Eine namhaft besetzte Expertenjury wählte insgesamt 15 Preisträger aus, die Ende August zu einem einwöchigen Wissenschaftsforum nach Deutschland eingeladen werden.

    Dr. Aristéia de Lima forscht in Brasilien an Biopolymeren als Kunststoffersatz. Prof. Zhou ist Inhaber von über 15 Patenten und untersucht in China, wie Abwasser zur Energiegewinnung verwendet werden kann. Die beiden sind zwei von insgesamt 156 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 43 Ländern, die sich um einen der 15 Plätze beworben haben.

    "Wir freuen uns über die hochqualifizierten Bewerbungen, die uns aus der ganzen Welt erreicht haben. Die positive Resonanz zeigt uns, dass international eine große Auf-merksamkeit für den Umwelttechnologiestandort Deutschland besteht. Durch den Wettbewerb "Green Talents" können wir dazu beitragen, dass zukunftsweisende Um-welttechnologien schneller auf den Weg gebracht werden", sagte Bundesforschungs-ministerin Annette Schavan, Schirmherrin von "Green Talents". "Gemeinsam Verant-wortung für unsere Zukunft zu übernehmen, ist das Leitmotiv dieses Wettbewerbs."

    Deutschland ist weltweit einer der führenden Umwelttechnologiestandorte. Anfang September besuchen die "Green Talents" deutsche Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen und lernen Vorzeigeprojekte aus unterschiedlichen Technologiefel-dern kennen. Die Forumswoche endet mit einem Symposium, auf dem die "Green Ta-lents" mit deutschen Nachwuchswissenschaftlern zusammentreffen. Jurymitglied Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenfor-schung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), sagte: "Die Innovationskraft junger Wissenschaftler ist die Grundvoraussetzung für die Dritte Industrielle Revolution, die heute vor uns liegt. Dafür brauchen wir allen frischen Rückenwind, den wir bekommen können."

    Die Gewinner von "Green Talents - The International Forum for High Potentials in Green Technologies":

    Frau Juliana ARISTÉIA DE LIMA, Ph.D., State University of Campinas, Brasilien.
    Forschungsschwerpunkt: Nachhaltiges Wirtschaften in der Chemie
    Herr Akintunde BABATUNDE, Ph.D. (Nigeria), University College Dublin, Irland.
    Forschungsschwerpunkt: Abwasserbehandlung
    Frau Saumita BANERJEE, M.E., National Environmental Engineering Research Insti-tute Nagpur, Indien.
    Forschungsschwerpunkt: Biotechnologie für die energetische Biomassenutzung
    Herr Antonio Carlos CAETANO DE SOUZA, M.A., São Paulo State University, Brasilien.
    Forschungsschwerpunkt: Energetische Biomassenutzung und Brennstoffzellen
    Herr Nuwong CHOLLACOOP, Ph.D., National Metal and Materials Technology Cen-ter, Thailand.
    Forschungsschwerpunkt: Biokraftstoffe
    Herr Caetano DOREA, Ph.D. (Brasilien), University of Glasgow, Großbritannien.
    Forschungsschwerpunkt: Wasser- und Umweltingenieurswissenschaften
    Frau Natalia Konstantinovna FISHER, Dipl. Ing., Russian Academy of Sciences, Russland.
    Forschungsschwerpunkt: Grundwasser- und Rohwasseraufbereitung
    Herr Kerem GÜNGÖR, Ph.D., Abant Izzet Baysal University, Türkei / University of Wisconsin-Madison, USA.
    Forschungsschwerpunkt: Bioverfahrenstechnik
    Herr MA Xingmao, Ph.D. (China), Southern Illinois University Carbondale, USA.
    Forschungsschwerpunkt: Altlastensanierung verbunden mit Bio- und Nanotechnologie
    Herr Carlos Alberto MARTÍNEZ-HUITLE, Ph.D. (Mexiko), Federal University of Rio Grande do Norte, Brasilien.
    Forschungsschwerpunkt: Abwasserbehandlung und Elektrochemie
    Herr Aluwani NEMUKULA, Ph.D., Durban University of Technology, Südafrika.
    Forschungsschwerpunkt: Energetische Biomassenutzung
    Herr Nihar Ranjan SAMAL, Ph.D., National Institute of Technology Durgapur, Indien.
    Forschungsschwerpunkt: Wasser- und Abwasserbehandlung
    Frau Sharifah Rafidah Binti WAN ALWI, Ph.D., Technological University of Malaysia.
    Forschungsschwerpunkt: Systemanalyse
    Herr YANG Bo, Ph.D., Shenzhen University, China.
    Forschungsschwerpunkt: Wassertechnologien
    Herr ZHOU Minghua, Ph.D., Nankai University, China.
    Forschungsschwerpunkt: Wasser- und Umweltingenieurswissenschaften

    Die Mitglieder der "Green Talents" Jury:

    Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Leiter des Lehrstuhls für Rohstoff- und Energie-technologie der Technischen Universität München und Vorsitzender des Sachver-ständigenrates für Umweltfragen
    Prof. Dr. Thomas Hirth, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart
    Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz
    Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher For-schungszentren
    Prof. Dr. Hermann Requardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG
    Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klima-folgenforschung

    Weitere Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie im Internet unter:
    http://www.research-in-germany.de/greentalents


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).