10 Millionen Menschen in Deutschland sind süchtig - ob von Tabak,Alkohol oder von Glücksspielen. Rechnet man noch nicht Abhängige und so genannte riskant Konsumierende hinzu, wären 45 Prozent der Deutschen, also fast jeder zweite Bundesbürger, betroffen, so die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Suchtmittel und Sucht finden sich in allen Schichten und Berufsgruppen der Bevölkerung.
Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen bilden bei dem Suchtproblem keine Ausnahmen. Daher führt das Hochschulnetzwerk BetriebSuchtGesundheit mit Sitz an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in zweijährigem Rhythmus/ /Arbeitstagungen zu Gesundheitsthemen durch. In diesem Jahr ist die Technische Universität Ilmenau vom 16. bis 18. September Ausrichterin der 11. Bundestagung "Betriebliche Suchtprävention und Gesundheitsförderung an Hochschulen und Universitätskliniken".
Tagungsschwerpunkte sind die Workshops unter der Leitung von Fachreferenten aus dem gesamten Bundesgebiet. Vorgestellt und diskutiert werden u. a. Modelle und Strategien zur Suchtprävention, zum Gesundheits- und Wiedereingliederungsmanagement als Aufgabe der Personalentwicklung, zu rechtlichen Aspekten der betrieblichen Suchtprävention und -hilfe oder auch zur besonderen Verantwortung von Führungskräften bei Auftreten von Suchtproblemen. Thematisiert werden die Glücksspielsucht oder das Modell der "Punktnüchternheit", nach dem gefährdete Personen in bestimmten Situationen konsequent auf Alkohol verzichten, etwa am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder in der Schwangerschaft. Auch klinische Modelle zur Burnout-Prophylaxe und zum Umgang mit medikamenten- und drogenabhängigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden diskutiert.
Die Tagung mit Gästen aus Hochschulen und Universitätskliniken beginnt am Mittwoch, dem 16. September, um 15.30 Uhr mit der Begrüßung durch den Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, und dem Eröffnungsvortrag "Das süchtige Gehirn" von Prof. Jobst Böning, Vorstand der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen und bis zum Ruhestand Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Würzburg und Leiter der dortigen Klinischen Suchtmedizin.
Veranstaltungsort ist das Audimax der TU Ilmenau im Humboldtbau. Hier finden auch alle weiteren Veranstaltungen der Tagung statt.
Die 11. Bundestagung des Hochschulnetzwerkes ist ein Projekt der Initiative der TU Ilmenau "Campus-Familie" in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und der Techniker-Krankenkasse. Die TU Ilmenau möchte mit der Ausrichtung dieser Tagung unterstreichen, dass ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein und gesund lebende Studierende und Beschäftigte für eine gelebte Universitätskultur unerlässlich sind. Daher richtet sich das Thema auch an Leitungskräfte mit dem Ziel, künftig Gesundheitsförderung als Führungs- und Gesellschaftsaufgabe zu betrachten.
Kontakt:
Andrea Krieg, Tel.03677 69-1710, Annelie Schultze, Tel. 03677 69-2508
E-Mail: campusfamilie@tu-ilmenau.de
http://www.tu-ilmenau.de/suchttagung2009
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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