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12.08.2009 11:05

Sommer-Geschichten der Deutschen Wildtier Stiftung

Eva Goris Kommunikation
Deutsche Wildtier Stiftung

    Wenn es im Wald Frösche regnet

    Hamburg, 12. August 2009. Das rhythmische "äpp...äpp...äpp" der stimmgewaltigen Amphibienkapelle am Teich ist verklungen, das klassische Froschkonzert hat jetzt Sommerpause. Liebe geht bei Fröschen durch die Ohren und kaum ist der Laich befruchtet, verstummt der Männer-Chor. Doch nicht alle Amphibien halten ihr Froschmaul, wenn der Nachwuchs gezeugt ist. "Der Laubfrosch hockt jetzt in den Bäumen und stimmt krächzend ein Sommer-Solo an", sagt Dr. Dieter Martin, Experte der Deutschen Wildtier Stiftung und Leiter der Forschungsstation in Klepelshagen. "Es ist ein ungewöhnlicher, auffallender Klang." Warum ausgerechnet jetzt gequakt wird, weiß bis heute niemand so genau. Dr. Martin: "Es wird vermutet, dass die Licht- und Temperaturverhältnisse Auslöser sind." Sie erinnern die Laubfrösche vielleicht ein bisschen an den vergangenen Frühling.
    Während die Laubfrösche mit ihren Haftzehen in die Bäume klettern und Arien schmettern, kämpft der Frosch-Nachwuchs am Boden überall um sein Überleben. "Experten sprechen vom Frosch-Regen", sagt Dr. Martin. "Denn die winzigen Fröschchen sind wirklich überall - wie Regentropfen." Sie sind auf dem Waldboden, den Straßen und Wegen, in den Wiesen und auf den Weiden. Sie haben gerade die Metamorphose von der Kaulquappe zum Frosch in ihrem Leichgewässer durchgemacht und schon stehen sie auf der Speisekarte von Vögeln, Insekten und größeren Amphibien.
    Die Verluste sind gigantisch: Nicht nur durch den Straßenverkehr, sondern auch durch Radfahrer auf Waldwegen. Der Frosch-Nachwuchs wandert, um den Lebensraum zu wechseln und sich in seinem Sommerrevier für den Winter fett zu futtern. "Nach diesen Wanderungen bleibt im Durchschnitt nur ein Prozent des Froschnachwuchses übrig", erklärt Dr. Martin von der Deutschen Wildtier Stiftung. Wenn ein Weibchen 600 Eier legt, werden gerade mal sechs Tiere erwachsen.
    Frosch, Kröte oder Unke? Die Verwandtschaftsverhältnisse bei Amphibien sind kompliziert. Nur soviel: Kröten haben eine warzige Haut und kurze Hinterbeine. Deshalb können sie nicht besonders weit hüpfen. Frösche hingegen sind mit ihren langen Hinterbeinen richtige Hüpf-Weltmeister und haben eine glatte Haut. Unken sind am einfachsten an ihrem buntgefleckten Bauch zu erkennen. Alle sind Amphibien! Und was sind dann Lurche? Der Begriff ist schlicht das deutsche Wort für Amphibien.

    Tipp der Deutschen Wildtier Stiftung: Achten Sie auf Waldwegen und Straßen auf den Nachwuchs der Frösche und genießen Sie das seltsam-melancholische Konzert der Laubfrösche. Lassen Sie Laub- und Reisighaufen als Winterquartier für Frösche und Kröten im Garten liegen.

    Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://Pressekontakt
    http://Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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