idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
14.08.2009 12:20

Ferienakademie Chemie an der Hochschule Reutlingen - 28 Oberstufenschüler begeistert vom Chemie-Schnupperstudium

Rita Maier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Reutlingen

    Die Fakultät Angewandte Chemie an der Hochschule Reutlingen veranstaltete im August zum ersten Mal eine Ferienakademie Chemie, die unter dem Motto "Faszination Farbe" stand. 28 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 von Ingelheim (Rheinland-Pfalz) bis Sulz am Neckar und von Herrenberg bis Göppingen nahmen teil. Begeistert schnupperten sie eine Woche lang die Luft eines Chemie-Studiums. Dabei bekamen sie hautnahe Einblicke in den Studienalltag, denn wie bei den Studierenden auch standen Vorlesungen und die dazu gehörigen praktischen Versuche im Labor auf dem Programm. Professoren, Mitarbeiter und Studierende der Fakultät Angewandte Chemie waren in den Semesterferien im Einsatz, um den Schülerinnen und Schülern dieses Chemie-Schnupperstudium zu ermöglichen.

    Eröffnet wurde die Ferienakademie von Prof. Dr. Gerhard Schulz, Dekan der Fakultät Angewandte Chemie, nachdem Prof. Dr. Peter Nieß, Präsident der Hochschule Reutlingen, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Namen der Hochschule herzlich willkommen hieß. Warum die Fakultät eine Chemie-Ferienakademie veranstaltete, erklärte Prof. Dr. Gerhard Schulz: "Wir sind Chemiker aus Überzeugung und freuen uns, wenn Sie sich für unser Fach interessieren. Wir können Ihnen etwas bieten. Wir wollen zeigen, wie es geht, dass Sie es können und dass es sogar Spaß macht." Prof. Dr. Siegfried Blösl, Prodekan der Fakultät, konnte dies nur bestätigen: "Wir möchten Schülerinnen und Schülern zeigen, dass die Chemie eine moderne und spannende Naturwissenschaft ist, die in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle spielt. Durch die praktische Arbeit im Labor soll das Interesse am experimentellen Arbeiten geweckt werden."

    Das Licht schenkt uns die Welt der Farben. Sie machen unser Leben nicht nur bunter, sondern beeinflussen auch unsere Sinne. Sie verleiten uns zu bestimmten Gedanken, Gefühlen und Handlungen. In diesem Sinne starteten die Vorlesungen mit physikalischen Erklärungen zu Licht und Farbe, gefolgt von chemischen Erläuterungen zum Zusammenhang zwischen Farbe und Struktur. Vier unterschiedliche Farbthemen wurden in Theorie und Praxis behandelt: Die Herstellung und Verwendung organisch-chemischer Farbstoffe, die Farbstofflegende Indigo sowie Textilfärbeversuche mit dem Farbstoff Indigo, die Anwendung von Fluoreszenzfarbstoffen zum Sichtbarmachen der Zellteilung sowie der Einsatz von Farbe, um Silly Putty ®, die hüpfende Knete, bunt aussehen zu lassen. Mit einem gemeinsamen Abschiedsgrillen, gesponsert von Ver.di. klang die Ferienakademie aus.

    Der Schüler Lukas Käsmann vom Sebastian Münster Gymnasium in Ingelheim fasst zusammen: "Da in der Schule einfach oft nicht die Zeit ist, Versuche durchzuziehen, hab ich mich entschlossen, eine besondere Ferienwoche zu erleben. Ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Es hat mir riesig Spaß gemacht. Alle Professoren waren kompetent, keine verkopften Theoretiker, sondern mit Begeisterung bei der Sache. Sie hatten alle die Fähigkeit, den Stoff so zu vermitteln, dass man ihn verstehen konnte. Da auch das "Chillen" in der Gruppe nicht zu kurz kam, waren es für mich sinnvolle "Ferientage". Ich kann nur jedem raten, nutzt die Chance, die euch/uns geboten wird, meldet euch beim nächsten Mal an, ihr verlasst alle die Woche mit neuen Eindrücken und einem Gewinn für euch alle."

    Das Grundanliegen des Projektes Ferienakademie Chemie ist, für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 bis 13 ein angemessenes Angebot zu konzipieren, dass nachhaltig wirkt und langfristig finanzierbar ist. Die Fakultät Angewandte Chemie verfolgt mit der Öffnung für die Schulen das langfristige Ziel, begabte und den Inhalten eines Chemie-Studiums zugewandte Studierende zu bekommen. Gegenüber der Öffentlichkeit sollen die Arbeitsweisen und Angebote der Fakultät sowie der besondere gesellschaftliche Wert der Naturwissenschaften deutlich gemacht werden, denn "unsere Gesellschaft braucht mehr MINT-Absolventen", so Gerhard Schulz (MINT= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

    Für Dr. Ines Breibach, Organisatorin der Ferienakademie Chemie, war es ein Sprung ins kalte Wasser bezüglich der Organisation der ersten Ferienakademie, der sich aber für die Fakultät Angewandte Chemie gelohnt hat. "Wir konnten den Schülerinnen und Schülern eine abwechslungsreiche Woche und vielseitige Einblicke in den Studienalltag bieten. Besonders freut uns, dass wir von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Abschlussfeedback durchschnittlich die Schulnote 1,5 bekamen. Viele fragten unmittelbar nach dem Abschluss der Ferienakademie 2009, ob es 2010 wieder eine solche Veranstaltung geben wird und ob sie sich bereits jetzt dafür anmelden könnten. Dieses durchweg positive Urteil motiviert uns natürlich zu einer Fortsetzung im kommenden Jahr", so Ines Breibach.

    Durch die großzügige Unterstützung von 12 Sponsoren aus der Industrie war die Teilnahme an der Ferienakademie für die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr kostenlos. Die Fakultät Angewandte Chemie dankt folgenden Firmen:

    Kremer Pigmente GmbH & Co. KG
    Fisher Scientific GmbH
    Sigma-Aldrich Chemie GmbH
    Carl Roth GmbH + Co. KG
    Dow Corning GmbH
    EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG
    Plastikbecher.de Krings & Schuh OHG New Media Business
    BTC Speciality Chemical Distribution GmbH
    DyStar Textilfarben GmbH
    DURABLE HUNKE & JOCHHEIM GMBH & CO. KG
    Drägerwerk AG & Co. KGaA
    Brand GmbH & CO KG


    Bilder








    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie
    überregional
    Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     


    Zum Download

    x


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).