Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen schmieden Konsortium
Die besten Energieforscher und einige der großen Industriekonzerne Nordrhein-Westfalens bewerben sich gemeinsam bei der EU darum, europäisches Innovationszentrum für die Energiewirtschaft zu werden. Vier Minuten vor Ablauf der Frist ging der NRW-Antrag, der von der Landesregierung unterstützt wird, gestern Abend in Brüssel ein. Das Innovationszentrum für die Energiewirtschaft ist eines von drei Teilen des neuen Europäischen Technologie-Instituts (EIT) und soll mit einem Jahresbudget von 100 Millionen Euro im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen. Die EU entscheidet im Dezember über den Standort.
Konsortialführer des NRW-Antrags ist Energy Hills e.V., ein von Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter der Region Aachen-Jülich gegründeter Verein. Beteiligt sind Universität und Fachhochschule Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Dortmund, drei Fraunhofer-Institute und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Neben den großen Konzernen Bayer, E.ON und Thyssen-Krupp sind auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden. "Der Antrag bringt alle starken Kräfte Nordrhein-Westfalens zusammen. Ich habe durchaus Hoffnung, dass wir gegen die Wettbewerber bestehen können", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.
Das EIT-Zentrum soll die europäische Energieforschung bündeln und in den zentralen Fragen voranbringen: Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit. "Das ist eine der großen globalen Fragen unserer Zeit. Hier würden wir gerne die führende Rolle in Europa einnehmen", sagte Pinkwart. Unterstützt wird der NRW-Antrag auch aus dem europäischen Ausland. Über 80 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Ministerien aus zehn europäischen Ländern sind in dem Antrag als Partner aufgeführt.
Die Energieforschung ist eines von vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Forschungs- und Technologieförderung konzentriert. Signalwirkung hatte 2006 die Entscheidung von E.ON, mit Eigenmitteln in Höhe von 40 Millionen Euro gemeinsam mit der RWTH Aachen ein neues Energieforschungsinstitut zu gründen. Forscher dieses Zentrums gehören jetzt zu den stärksten Promotoren des Antrags.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Energie
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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