Internationaler Kongress in Leipzig zu Ende gegangen, Mendelssohn-Werkverzeichnis vorgestellt
"Die Mendelssohn-Forschung ist nun endlich auf glücklicher Fahrt" so Professor Dr. Christian Martin Schmidt, Projektleiter der Mendelssohn-Gesamtausgabe an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. In Leipzig, der zentralen Wirkungsstätte von Felix Mendelssohn Bartholdy, ist am Samstag, 29.8.2009, ein internationaler Kongress zu Ende gegangen, der kompositorisches Werk und künstlerisches Wirken des Komponisten und Gewandhauskapellmeisters in den Mittelpunkt stellte. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hatte gemeinsam mit dem Gewandhaus zu Leipzig und dem Mendelssohn-Haus im Rahmen der Mendelssohn-Festtage die weltweit führenden Mendelssohn-Forscher aus mehreren Kontinenten eingeladen. Darunter waren z. B. R. Larry Todd sowie Peter Ward Jones, langjähriger Leiter der Abteilung Musik der Bodleian Library Oxford, die eine der größten Autographensammlungen Mendelssohns hütet.
Einen Meilenstein in der Beschäftigung mit Mendelssohn setzt das während des Kongresses erstmals öffentlich präsentierte Werkverzeichnis. Nach mehr als fünfzehnjährigen Vorarbeiten und weltweiten Recherchen durch die Mendelssohn-Forschungsstelle der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig wurde das von Dr. Ralf Wehner erarbeitete und vom Verlag Breitkopf & Härtel verlegerisch betreute, thematisch-systematische Verzeichnis der musikalischen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy unter großem Medieninteresse am Mittwoch, 26.8.2009, öffentlich vorgestellt. Von Musikforschung und Praxis lang erwartet, ist es die erste wissenschaftliche Publikation überhaupt, die eine Gesamtübersicht des gedruckten und ungedruckten Schaffens Mendelssohns vorlegt. Das bis dato maßgebliche Werkverzeichnis aus dem Jahre 1882 listet lediglich 350 Einzelkompositionen auf, das jetzige Mendelssohn-Werkverzeichnis enthält hingegen 750 Kompositionen, die weltweit in mehr als 2.500 handschriftlichen Quellen aus über einhundert Bibliotheken über¬liefert sind.
Während in der Vergangenheit die Beschäftigung mit dem Komponisten oft von Vor- und Fehlurteilen geprägt und die Kenntnis seines Schaffens in der Öffentlichkeit meist auf wenige Werke reduziert war, hat nun, dank dem jetzt zur Verfügung stehenden Werkverzeichnis und dank neuer Ansätze in der Forschung, eine Auseinandersetzung begonnen, die eine veränderte Sicht auf den oft verkannten und unterschätzten Felix Mendelssohn Bartholdy bietet.
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Dr. Ralf Wehner, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Quelle: Foto: Dirk Brzoska
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Kulturwissenschaften, Musik / Theater
überregional
Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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