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01.09.2009 07:55

Ballonpumpen selten eingesetzt

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Europäischer Kardiologenkongress 2009 in Barcelona

    Barcelona/Düsseldorf, 1. September 2009 - Obwohl medizinische Leitlinien bei Herzinfarktpatienten mit einem so genannten kardiogenen Schock empfehlen, bei der Katheterintervention eine intraaortale Ballonpumpe einzusetzen, wird dies europaweit nur bei einem Viertel der Betroffenen gemacht. Das zeigt der EuroHeart PCI Survey, der heute von Prof. Dr. Uwe Zeymer vom Herzzentrum Ludwigshafen beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert wurde. In der groß angelegten Studie wurden die Daten von 47407 Patienten aus 33 europäischen Ländern analysiert.

    Ein kardiogener Schock tritt bei bis zu zehn Prozent der Patienten mit akutem Herzinfarkt auf. Die Prognose ist in dieser Gruppe schlecht, die Akutsterblichkeit mit mehr als 50 Prozent hoch. Die frühe Anwendung einer intraaortalen Ballonpumpe wird nach den Leitlinien der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) empfohlen, um die schockbedingte Sterblichkeit zu senken. Die aktuelle Untersuchung zeigte nicht nur, dass die Empfehlung nur selten umgesetzt wird, sie zeigte auch einen anderen Trend, wie Prof. Zeymer betont: "Es zeigt sich keine Verbesserung der Sterblichkeit durch den Einsatz der intraaortalen Ballonpumpe, sondern eine Tendenz zu einer Übersterblichkeit. Daher ist dringend die Durchführung einer randomisierten Studie mit klinischem Endpunkt notwendig, um den Stellenwert der Therapieoption in dieser Hochrisikogruppe zu definieren. Unter der Leitung von Dr. Holger Thiele vom Herzzentrum Leipzig wurde mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie eine solche Studie gestartet und wird mit 600 geplanten Patienten die bislang größte randomisierte Studie zur Therapie des kardiogenen Schocks werden."

    Quelle: Zeymer et al, Use and impact of intra aortic balloon pump on outcome in patients with PCI for myocardial infarction complicated by cardiogenic shock. Results of the Euro Heart PCI survey.; ESC 2009 Abstract No 5151

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Roland Bettschart, Dr. Birgit Kofler - B&K Medienberatung
    Mobil: 0043 676 6368930

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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