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02.09.2009 10:10

Das Jahrzehnt des Geistes: Prof. Spitzer lädt international renommierte Forscher zu Symposium ein

Jörg Portius Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Die Neurowissenschaft hat in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Aufschwung erlebt. Mittlerweile werden höchste geistige Leistungen erforscht, also nicht nur Wahrnehmen und Motorik, sondern Bewerten, Entscheiden, Vertrauensbildung oder Mitgefühl. Auf dem internationalen Symposium "Decade of the Mind" kann man sich in der Urania Berlin vom 10. bis 12. September darüber informieren. Initiator dieser Veranstaltung ist Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm, der renommierte Wissenschaftler aus aller Welt eingeladen hat, um über Bildung, Gesundheit und Sozialpolitik zu reden.

    "Ich möchte mit diesem Symposium ein Zeichen setzen. Bisher fanden bereits vier Veranstaltungen zum Jahrzehnt des Geistes statt: alle in den USA. Doch das Jahrzehnt des Geistes sollte kein Alleingang der Vereinigten Staaten sein. Der menschliche Geist geht alle Menschen an", unterstreicht Prof. Spitzer und ergänzt: "Deshalb sollte er auch aus allen Blickwinkeln und in möglichst vielen kulturellen Kontexten erforscht werden."

    Rückblick:
    Im Jahre 1990 rief der damalige US-Präsident George Bush das Jahrzehnt des Gehirns aus (Decade of the Brain, 1990-1999). Allein in den USA wurden für die Erforschung des menschlichen Gehirns rund 800 Millionen Dollar Forschungsgelder eingesetzt. Seitdem erlebt die Neurowissenschaft weltweit einen beispiellosen Aufschwung. Die Forschungsgebiete der gegenwärtigen Neurowissenschaft sind höhere und höchste geistige Leistungen. Deshalb haben im Jahr 2007 zehn international anerkannte Neurowissenschaftler aus den USA im Fachblatt Science das Jahrzehnt des Geistes (Decade of the Mind) ausgerufen. Das Jahrzehnt des Geistes soll jedoch kein Alleingang der USA sein und seine Erkenntnisse sollen nicht im sprichwörtlichen wissenschaftlichen Elfenbeinturm verbleiben. Daher wurde auf Initiative von Prof. Spitzer eine internationale Anstrengung gefordert, die mit dem Berliner Symposium ihren Anfang nimmt. Das nächste Symposium im Jahr 2010 in China ist in Planung.

    Wie sollten Menschen miteinander umgehen?
    "Das Jahrzehnt des Geistes ist ausdrücklich eine interdisziplinäre Forschungsinitiative. Vertreter aus verschiedensten Fachrichtungen wie z. B. Kognitionswissenschaften, Medizin, Neurowissenschaft, Psychologie, Mathematik und Ingenieurwissenschaften sollen gemeinsam Themen erforschen, die für die Zukunft unserer Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Gerade in der gegenwärtigen Krise bedarf es des intensiven Nachdenkens darüber, wie Menschen miteinander umgehen und künftig ihr Leben gestalten sollen", erläutert Prof. Spitzer. Die Initiative sei von dem Gedanken getragen, dass die Neurowissenschaft einen Beitrag leisten kann, das Leben - und vor allem das unserer Kinder - zu verbessern.

    Weitere Informationen:
    Das Symposium ist für alle Menschen, die sich für die Themen Bildung, Gesundheit und Sozialpolitik interessieren.

    Veranstaltungsort:
    Urania Berlin e.V.
    An der Urania 17, 10787 Berlin
    Telefon: 030 218 90 91
    Fax: 030 211 03 98
    www.urania.de

    Ansprechpartnerin:
    Susanne Scharnagl
    Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL)
    Universität Ulm, Beim Alten Fritz 2, 89075 Ulm
    E-Mail: susanne.scharnagl@znl-ulm.de
    Telefon: 0731 500 62007
    Mobil: 0160 3255905
    Fax: 0731 500 62049
    Weitere Informationen auch unter www.dom2009.de.


    Bilder

    Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
    Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
    Quelle: Foto: UK Ulm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer


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