Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Grauer Star, Diabetes: Wer an Myotoner Dystrophie leidet, kann von vielen Symptomen getroffen werden. Um diese Krankheit geht es vom 9. bis 12. September bei einem internationalen Kongress an der Universität Würzburg. Besonderheit: Ein Kongresstag ist für die Anliegen der Patienten reserviert.
Vor 100 Jahren hat der Leipziger Arzt Hans Steinert die Myotone Dystrophie erstmals beschrieben, noch heute wird sie von Wissenschaftlern in aller Welt erforscht - denn die Behandlung dieser Erbkrankheit ist nach wie vor verbesserungsbedürftig.
Krankheit hat viele Symptome
Bei den Erkrankten liegt ein bestimmter DNA-Abschnitt hundert- bis tausendmal häufiger vor als normal. "Es handelt sich um eine Multisystemkrankheit", sagt Professor Tiemo Grimm vom Institut für Humangenetik der Universität Würzburg. Das heißt: Bei den Betroffenen stellen sich vielerlei Symptome ein.
Mit der Muskelspannung haben alle Patienten Probleme. Wie sich das äußert? Wenn sie beispielsweise die Hand zur Faust ballen, bekommen sie die Finger nur langsam und mit Mühe wieder in die Ausgangsposition. Fast alle erleiden zusätzlich den Grauen Star, oft schon im Alter von erst 40 Jahren. Häufig kommen noch Herzrhythmusstörungen und Diabetes dazu.
Behandlung und Häufigkeit der Myotonen Dystrophie
"Therapiert werden derzeit lediglich die Symptome", so Professor Grimm: Der Graue Star wird operiert, der Diabetes wie üblich behandelt. Gegen die Muskelprobleme könne die Medizin bislang nichts ausrichten.
In Mitteleuropa trifft die Myotone Dystrophie pro Jahr einen von circa 15.000 Einwohnern. Damit gilt sie noch als seltene Krankheit. Tiemo Grimm allerdings hat häufig mit ihr zu tun: Am Würzburger Institut für Humangenetik wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 100 Fälle diagnostiziert.
Kongress: Freier Eintritt für Studierende
Den Kongress in Würzburg leitet Tiemo Grimm gemeinsam mit Benedikt Schoser (München) und Ralf Krahe (Houston). Erwartet werden an die 300 Experten aus aller Welt. Die Wissenschaftler treffen sich vom 9. bis 12. September in der Universität am Sanderring. Für Studierende ist der Eintritt frei, wenn sie den Studentenausweis vorzeigen.
Info-Tag für Patienten und Angehörige
Freien Eintritt zum Kongress haben Patienten und ihre Angehörigen am Samstag, 12. September. "Wir haben Betroffene aus aller Welt eingeladen, um ihnen die neuesten Forschungsergebnisse über ihre Krankheit zu berichten", erklärt Grimm.
Die Vorträge seien an diesem Tag allgemein verständlich gehalten und werden simultan ins Deutsche übersetzt - denn die Kongresssprache ist natürlich Englisch. Das Interesse der Patienten an diesem Angebot ist offenbar groß, denn laut Grimm haben sich aus Deutschland und anderen Ländern bereits über 220 Patienten angemeldet.
Informationen im WWW
Zur Homepage des Kongresses: http://www.idmc-7.com
Achtung Journalisten und Redaktionen:
Einladung zum Pressegespräch
Zum Auftakt des Kongresses laden die Veranstalter zu einem Pressegespräch ein am
Mittwoch, 9. September, um 11:00 Uhr
in Raum 206, Neue Universität, Sanderring 2, 97070 Würzburg.
Ihre Gesprächspartner:
ein Patient mit Myotoner Dystrophie; außerdem Professor Tiemo Grimm (Uni Würzburg), Privatdozent Benedikt Schoser (München), Professor Ralf Krahe (Houston), Horst Ganter (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke), Angelika Eiler (Muskelzentrum Würzburg).
Über Ihre Teilnahme am Gespräch würden wir uns sehr freuen!
Ansprechpartner für Journalisten ist Prof. Dr. Tiemo Grimm, Institut für Humangenetik der Universität Würzburg, T (0931) 31-84076, tgrimm@biozentrum.uni-wuerzburg.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Pressegespräch zu diesem Kongress, zu dem wir Sie für morgen (Mittwoch, 9. September) in die Universität Würzburg eingeladen haben, müssen wir leider kurzfristig absagen. Wir bitten um Entschuldigung.
Mit vielen Gruessen, Robert Emmerich, Pressestelle Uni Würzburg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).