Passauer Privatdozentin untersucht Lebenszufriedenheit in verschiedenen Kulturen
Die Muster für Lebenszufriedenheit unterscheiden sich teilweise von Land zu Land. Doch gilt kulturübergreifend, dass kaum jemand die Verantwortung für Missstände selbst übernehmen will; meist werden andere Personen oder Gruppen als Missetäter angesehen. "Diese Gruppen unterscheiden sich in den verschiedenen Kulturen, doch werden ihnen einheitliche Merkmale wie Egoismus, Faulheit und antisolidarisches, unehrliches Verhalten zugeschrieben." Zu diesem Ergebnis kam Privatdozentin Dr. Petia Genkova (Universität Passau) in einer Vergleichsstudie (Petia Genkova: "'Nicht nur die Liebe zählt ...' Lebenszufriedenheit und kultureller Kontext") zwischen Bulgaren, Chinesen, Deutschen und Franzosen.
Die Wissenschaftlerin weist nach, dass die unterschiedlichen "kulturellen Patterns keine universellen Zusammenhänge in Bezug auf die spezifische Lebenszufriedenheit aufweisen." Dies ist "nicht nur dadurch zu erklären, dass Personen, die gut an die Kultur angepasst sind, die Normen und Regeln nicht mehr explizit wahrnehmen. Zusätzlich ist der Prozess der Globalisierung zu berücksichtigen: Er führt zu einer dominierenden Vorstellung über kulturelle Muster, Wohlbefindensauffassung und Lebensqualität. Die Massenmedien liefern die Vorstellungen von good life, good business, happy people, die sich universell durchsetzen.
Der Prozess der Vereinheitlichung und Zusammenfassung von kulturellen Patterns durch wirtschaftliche und soziale Prozesse im globalen Kontext führt auch dazu, universelle Muster zu ermitteln, die eine einzige Weltkultur beschreiben. Dennoch heißt das nicht, die kulturspezifischen Muster zu verneinen, sondern diese von den universellen Mustern zu differenzieren."
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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an PD Dr. Petia Genkova, Tel. 0851/509-2609, oder andie Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Psychologie
regional
Forschungsergebnisse
Deutsch

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