idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
08.09.2009 12:29

Globale Weltkultur: Verantwortung für Missstände wird delegiert

Thoralf Dietz Referat für Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen
Universität Passau

    Passauer Privatdozentin untersucht Lebenszufriedenheit in verschiedenen Kulturen

    Die Muster für Lebenszufriedenheit unterscheiden sich teilweise von Land zu Land. Doch gilt kulturübergreifend, dass kaum jemand die Verantwortung für Missstände selbst übernehmen will; meist werden andere Personen oder Gruppen als Missetäter angesehen. "Diese Gruppen unterscheiden sich in den verschiedenen Kulturen, doch werden ihnen einheitliche Merkmale wie Egoismus, Faulheit und antisolidarisches, unehrliches Verhalten zugeschrieben." Zu diesem Ergebnis kam Privatdozentin Dr. Petia Genkova (Universität Passau) in einer Vergleichsstudie (Petia Genkova: "'Nicht nur die Liebe zählt ...' Lebenszufriedenheit und kultureller Kontext") zwischen Bulgaren, Chinesen, Deutschen und Franzosen.

    Die Wissenschaftlerin weist nach, dass die unterschiedlichen "kulturellen Patterns keine universellen Zusammenhänge in Bezug auf die spezifische Lebenszufriedenheit aufweisen." Dies ist "nicht nur dadurch zu erklären, dass Personen, die gut an die Kultur angepasst sind, die Normen und Regeln nicht mehr explizit wahrnehmen. Zusätzlich ist der Prozess der Globalisierung zu berücksichtigen: Er führt zu einer dominierenden Vorstellung über kulturelle Muster, Wohlbefindensauffassung und Lebensqualität. Die Massenmedien liefern die Vorstellungen von good life, good business, happy people, die sich universell durchsetzen.

    Der Prozess der Vereinheitlichung und Zusammenfassung von kulturellen Patterns durch wirtschaftliche und soziale Prozesse im globalen Kontext führt auch dazu, universelle Muster zu ermitteln, die eine einzige Weltkultur beschreiben. Dennoch heißt das nicht, die kulturspezifischen Muster zu verneinen, sondern diese von den universellen Mustern zu differenzieren."

    ************************************************
    Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an PD Dr. Petia Genkova, Tel. 0851/509-2609, oder andie Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Psychologie
    regional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).