Musik steht ideologischen Vereinnahmungen gegenüber sehr offen. Welche, insbesondere soziologischen, Motivationen hinter dieser Art von Vereinnahmung stehen könnten, geht der Giessener Musikwissenschaftler Frank Hentschel in seinem Vortrag am 24. September 2009 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) nach.
Gerade weil Musik eine Kunst ist, die sich in ihrer reinsten Form fast vollständig logischen Strukturen und diskursiven Inhalten entzieht, steht sie ideologischen Vereinnahmungen gegenüber so offen. Diese Offenheit wurde gerade in den letzten zwei Jahrhunderten mit großer Leidenschaft ausgenutzt. Musik wurde als "deutsch", als tiefsinnig, als wahr, als bedeutsam klassifiziert usw. Welche Motivationen hinter dieser Art der Vereinnahmung stehen könnten, stellt die Leitfrage des Vortrags von Frank Hentschel dar.
Referent:
Frank Hentschel ist Professor für Historische Musikwissenschaft an der Universität Giessen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts und die Musik in der Sozial-, Politik- und Ideologiegeschichte.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Jahrestagung der AG Musiksoziologie "Musik als Gegenstand und Mittel der Rechtfertigung" in Essen statt. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Ronald Kurt inne, Senior Fellow und Leiter des DFG-Projekts "Interkulturelles Verstehen in Schulen des Ruhrgebiets" am KWI.
Datum: 24. September 2009, 18:15 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-214.html
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Musik / Theater
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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