Mit dem Wintersemester 2009/2010 fällt der Startschuss für ein neues Studium mit internationaler Ausrichtung. Studenten der Slavistik und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Potsdam erhalten die Möglichkeit zwei Semester an einer von drei Moskauer Partnerhochschulen zu verbringen. Alle Studienteilnehmer absolvieren in dieser Zeit ein mehrmonatiges, betreutes Praktikum in einer deutschen, russischen oder internationalen Einrichtung in der russischen Hauptstadt.
Russland, der größte Flächenstaat der Erde, gilt als einer der wichtigsten Märkte und Rohstofflieferanten der Zukunft. Und nicht zuletzt wird die Russische Föderation als Brücke zwischen Europa und Asien angesehen.
Dennoch ist das Land für den Westen rätselhaft geblieben. Noch immer kennen viel zu wenige Menschen Russland, seine Institutionen, seine Menschen und ihre Mentalität, ihre Kultur und die Sprache aus eigenem Erleben. Entsprechend oft entstehen Missverständnisse.
Diesem Manko will die Universität Potsdam mit einem neuartigen, international ausgerichteten Studienangebot begegnen, dessen Probelauf mit dem Wintersemester 2009/2010 beginnt und ein Jahr später offiziell startet.
"Interdisziplinäre Russlandstudien" heißt das Gemeinschaftsprojekt der Universität Potsdam mit drei Moskauer Hochschulen. Der Bachelor-Studiengang orientiert sich grundsätzlich an den Bologna-Kriterien, setzt aber bewusst auf eine vier-statt auf eine dreijährige Ausbildung.
Das Institut für Slavistik und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät haben die Möglichkeit in den nächsten fünf Jahren bis zu 30 Studenten jährlich an die Partnereinrichtungen in der russischen Hauptstadt entsenden. In zwei Semestern sollen sie dort nicht nur die russische Sprache erlernen, sondern auch Kenntnisse der russischen Literatur und Kunst sowie Einblicke in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwerben. Es geht um Horizonterweiterung und Internationalität im Denken und Handeln der Studenten, wozu u.a. auch ein mehrmonatiges, betreutes Praktikum in deutschen, russischen oder internationalen Institutionen in Moskau befähigen soll.
400.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stehen für die "Interdisziplinären Russlandstudien" zur Verfügung. Die Universität Potsdam konnte sich mit ihrem Konzept im Rahmen des DAAD-"Programms zur Internationalisierung modellhafter Undergraduate-Studiengänge", kurz PRIMUS, gegen konkurrierende Bewerber durchsetzen.
Hinweis an die Redaktionen:
Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung:
Nina Frieß M.A., Studiengangskoordinatorin, 0331-977-1310,
Prof. Dr. Norbert Franz, GF Direktor Institut für Slavistik, 0331-977-4161, nfranz@rz.uni-potsdam.de
Weitergehende Informationen erhalten Sie hier: http://www.uni-potsdam.de/u/slavistik/irs/modellstudiengang_index.html
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Sprache / Literatur
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

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