Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk (BayImmuNet) entwickelt Therapieansätze gegen Krebs und andere Erkrankungen - Zahl der Forschungsprojekte verdreifacht
BayImmuNet, das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk, startete vor einem Jahr seine Arbeit mit fünf Forschergruppen. Nun hat sich das Netzwerk um zehn Forschungsprojekte erweitert, die vom Freistaat Bayern mit weiteren 2,4 Millionen Euro gefördert werden. Es geht dabei um klinische Studien und Projekte zur präklinischen Technologieentwicklung. Angesiedelt sind die Projekte bayernweit an den Universitätsklinika Erlangen, München (LMU und TU), Regensburg und Würzburg. Die Projekte wurden heute in Regensburg vorgestellt.
"Immuntherapie rettet heute bereits vielen Menschen das Leben. Mit den Forschungsansätzen im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk wollen wir aber bei Krebs-, Infektions- und Autoimmunerkrankungen neue Therapien anwenden, wo konventionelle Konzepte zunehmend an ihre Grenzen stoßen", so Professor Dr. Reinhard Andreesen, Wissenschaftlicher Leiter von BayImmuNet, anlässlich der Präsentation der Forschungsansätze in Regensburg.
Die neuen Projekte nehmen im September 2009 ihre Arbeit auf. Damit wird - in Ergänzung zu den bereits bestehenden fünf Forschergruppen - die klinische Erprobung immuntherapeutischer Innovationen auf weitere Krankheitsbilder und Therapiestrategien ausgedehnt. Ziel ist es, neue Ansätze zu entwickeln, die - je nach Indikation - auf das menschliche Immunsystem Einfluss nehmen. Konkret erforscht werden die Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren, Leukämie und Lymphomen, bei Infektionskrankheiten wie Hepatitis-C und Aids sowie bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und Lupus.
"Durch die Förderung dieser Projekte im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk koordiniert und verstärkt die Bayerische Staatsregierung gezielt die Kompetenzen in diesem Bereich. Die Zusammenarbeit im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk bündelt die Expertise in der Forschung und soll dadurch den Transfer in die klinische Anwendung beschleunigen", erläutert Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler, Amtschef des für die Förderung zuständigen Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Daneben vernetzt sich BayImmuNet eng mit Unternehmen der Pharma- und Biotechnologiebranche, um die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft schon in frühen Forschungsphasen zu intensivieren. Kooperationen bestehen mit inzwischen fast 20 Unternehmen. Ein Laborzentrum am Universitätsklinikum Regensburg (Jose-Carreras-Centrum für Somatische Zelltherapie) wird den Forschern zur Herstellung sogenannter Zellmedikamente zur Verfügung stehen. "Bayern hat mit dem BayImmuNet-Forschungsprogramm ein in Deutschland einzigartiges Modellkonzept entwickelt, das die führende Stellung der bayerischen Wissenschaftsstandorte auf diesem Gebiet weiter stärken wird", bekräftigt Professor Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates von BayImmuNet.
Die jetzt bewilligten Projekte werden zumeist von Nachwuchswissenschaftlern geleitet und im Rahmen des Zukunftsprogrammes "BayernFIT" vom Bayerischen Wissenschaftsministerium für zwei Jahre unterstützt. Insgesamt fördert der Freistaat Bayern das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk mit einer Anschubfinanzierung von bis zu zehn Millionen Euro, die auf vier Jahre angelegt ist. Die beteiligten bayerischen Universitäten und Universitätsklinika steuern einen Eigenanteil von bis zu vier Millionen Euro bei. Die Universität Regensburg ist Sprecherhochschule und Sitz der Geschäftsstelle, welche die Arbeit im Netzwerk koordiniert.
Von links: Prof. Reinhard Andreesen, wissenschaftlicher Leiter von BayImmuNet, Amtschef des Bayer. W ...
Quelle: UKR
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
regional
Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
Deutsch

Von links: Prof. Reinhard Andreesen, wissenschaftlicher Leiter von BayImmuNet, Amtschef des Bayer. W ...
Quelle: UKR
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