idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
21.09.2009 12:15

Extrakte aus der Natur

Dr. Petra Blumenroth Unternehmenskommunikation
Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

    Kooperationsforum "Funktionelle Pflanzeninhaltsstoffe - Food, Pharma, Kosmetik" am 1. Oktober 2009 im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach

    o Identifizierung bioaktiver Inhaltsstoffe für neue Anwendungen
    o Technologien für Extraktion, Wirknachweis und Qualitätssicherung
    o Hopfenextrakte für innovative Lebensmittel, Arzneien und Kosmetik

    Heilpflanzen werden seit Jahrtausenden verwendet und die gute Erfahrung mit deren Wirkung ist weitreichend. Das erklärt auch die hohe Akzeptanz von Naturheilmitteln. Doch nicht nur Arznei-, sondern auch Lebensmittel- und Kosmetikhersteller bedienen sich zunehmend pflanzlicher Inhaltsstoffe - enthalten diese doch häufig bioaktive Substanzen wie Polyphenole, Flavonoide und Saponine. Allerdings waren oder sind deren konkrete Wirkmechanismen zum Teil immer noch unbekannt.
    Die zunehmende Aufklärung der molekularen Zusammenhänge führt nun zu vermehrter Kenntnis der Wirkungsweise - und Eigenschaften wie antimikrobiell, geschmacksgebend oder gesundheitsfördernd eröffnen mit diesem Wissen neue Anwendungsfelder.

    Ein Beispiel ist der Rohstoff Hopfen: Sein Aroma setzt sich etwa aus über 300 Komponenten zusammen. Neben dem geschmacksprägenden Charakter im Bier wirkt Hopfen auch beruhigend und antiseptisch. Weitere Inhaltsstoffe besitzen interessante Eigenschaften: Xanthohumol zeigte in Tests antikanzerogenes Potenzial, das 8-Prenylnaringenin weist phytoöstrogene Wirkung auf. Dies liefert Ansätze für mögliche neue pharmazeutische Anwendungen.

    Die Region Hallertau in Bayern ist das größte Hopfenanbaugebiet der Welt und erzeugt ein Drittel der Weltproduktion. 70 Prozent der aktuellen Hopfensorten sind Züchtungen aus Hüll. Derzeit werden weniger als fünf Prozent des Ertrages außerhalb der Bierproduktion eingesetzt. Mit der Erschließung neuer Applikationen ergeben sich neue Chancen für den Einsatz von Hopfen.

    Das Kooperationsforum

    Erstmalig konzipiert und organisiert die Bayern Innovativ GmbH am 1. Oktober 2009 in Wolnzach ein Kooperationsforum "Funktionelle Pflanzeninhaltsstoffe - Food, Pharma, Kosmetik". Es findet in Zusammenarbeit mit Unternehmen im Deutschen Hopfenwirtschaftsverband statt und wird unterstützt durch den Cluster Ernährung und die HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft e. G.

    Vorgestellt werden der Anbau geeigneter Rohstoffpflanzen, das Identifizieren von Inhaltsstoffen durch Screening von Naturstoffbibliotheken sowie Verfahren der schonenden Extraktion, z. B. mit überkritischem CO2.

    Experten schildern aktuelle Anwendungen in Pharma, Food und Kosmetik mit Fokus auf Lebensmitteln mit gesundheitlichem Nutzen, auf regulatorische Aspekte von Phytopharmaka und Konsumententrends. Am Beispiel Hopfen wird das Erschließen neuer Märkte gezeigt: in der Gewinnung natürlicher Aromen, als wertgebender Inhaltsstoff von pflanzlichen Arzneimitteln oder als Hilfsstoff in der Prozesstechnik.

    Aktuell sind über 150 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angemeldet. Das fachliche Spektrum der Wirtschaftsvertreter reicht von Anbau und Verarbeitung mit BetaTec Hopfen¬produkte, botconsult, Hopsteiner und NateCO2 über die Chemie mit Evonik Degussa, Sigma Aldrich und Wacker Chemie, bis zu "Ingredients" mit Anoxymer, DSM Nutritional Products und Symrise.
    Die Analytik und Testung vertreten beispielhaft AnalytiCon Discovery, Aurigon, BioTeSys, SGS Institut Fresenius; als Anwender von Pflanzeninhaltsstoffen sind Firmen wie Biologische Heilmittel Heel, Bionorica, Max Zeller Söhne, Pharmos Natur, Plantextrakt, Sanofi-Aventis und Unilever vor Ort.
    Wissenschaftliche Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen aus München, Erlangen, Bayreuth, Dresden, Freiburg, Hannover, Hohenheim, Potsdam, Stuttgart und Trier runden die anwesende Know-how-Vielfalt ab.

    Das Forum bietet somit eine ideale Plattform zum Erfahrungs- und Wissensaustausch und zur Erschließung neuer Kooperationen und Anwendungsfelder.

    Pressegespräch

    Um 12:30 Uhr findet ein Pressegespräch statt, zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen. Für ein Statement und Ihre Fragen stehen zur Verfügung:

    Stephan J. Barth, Deutscher Hopfenwirtschaftsverband e. V., Pfaffenhofen
    Dr. Martin Biendl, Hopsteiner Hallertauer Hopfenveredelungsgesellschaft mbH, Mainburg
    Prof. Dr. Jürgen Drewe, Universitätsspital Basel/Max Zeller Söhne AG, Romanshorn (CH)
    Prof. Dr. Werner Klaffke, Unilever Discovery, Vlaardingen (NL)
    Prof. Dr. Josef Nassauer, Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg

    Rahmenprogramm

    Am 30. September 2009 besteht die Möglichkeit, die NateCO2 GmbH & Co. KG, Wolnzach zu besichtigen, sowie das Hopfenforschungszentrum Hüll und das Versuchshopfengut "Busch-Farm".


    Weitere Informationen:

    http://www.bayern-innovativ.de/ingredients2009 - Programmübersicht und alle weiteren Informationen zur Veranstaltung
    http://www.bayern-innovativ.de/ingredients2009/presseanmeldung.pdf - Anmeldung


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).