Am 30. September 2009 wird Dr. phil. nat. Christian Herder von der Europäischen Gesellschaft für Diabetesforschung (European Association for the Study of Diabetes - EASD) als Nachwuchswissenschaftler geehrt. Dr. Christian Herder hält beim jährlichen Treffen der EASD im Rahmen des "rising star symposion" einen Vortrag über seine Forschungsarbeit über "Inflammation und Diabetes", für die er diese Auszeichnung bekommt.
Seine Daten zeigten zum ersten Mal, dass prädiabetische Stadien nicht nur durch eine Hochregulation von pro-inflammatorischen Zytokinen gekennzeichnet ist, sondern auch durch Hochregulation der zentralen anti-inflammatorische Zytokine IL-1Ra und TGFbeta. Die Analyse mehrerer Messungen zeigten einen erhöhten Spiegel von IL-1Ra bereits 12 Jahre vor Beginn des Diabetes und eine weitere Hochregulation während der letzten 6 Jahre vor Manifestation eines Diabetes. Lifestyle - Faktoren sind starke Determinanten der subklinischen Entzündung und Vermittler zwischen diesen Risikofaktoren und der Entwicklung eines Typ 2 Diabetes.
Diese Daten können Auswirkungen auf derzeitige Leitlinien haben, da eine subklinische Entzündung das Risiko nicht nur für Typ 2-Diabetes erhöht, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, neurodegenerativen Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.
Christian Herder erforscht am Deutschen Diabetes-Zentrum die beim Typ 2 Diabetes mellitus und seinen Komplikationen beteiligten Entzündungsprozesse; seit 2006 als Leiter der Arbeitsgruppe "Immunologie des Typ 2 Diabetes". Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf der Charakterisierung von Entzündungsmediatoren, durch die die Entwicklung eines Typ 2 Diabetes und seiner Komplikationen vorhergesagt werden können, sowie auf der Analyse des Einflusses von Adipositas, Lebensstil und Genetik auf diese Entzündungsprozesse.
Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) gehört der "Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz" (WGL) an. In der Leibniz-Gemeinschaft sind 86 Institute vereint. Die Einrichtung erhält Zuwendungen je zur Hälfte vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW).
Die wissenschaftlichen Beiträge des DDZ sind auf die Ziele der Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus und seiner Komplikationen sowie der Verbesserung der epidemiologischen Datenlage in Deutschland ausgerichtet.
Daneben versteht sich das DDZ auch als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes, indem es Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen ist, wissenschaftliche Informationen zu Diabetes mellitus aufbereitet und für die breite Öffentlichkeit bereitstellt sowie zahlreiche nationale Aktivitäten koordiniert.
Nicole Waschke, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Nationales Diabetes-Informationszentrum, Tel.: 0221/3382-337
Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
http://Näheres unter http://www.ddz.uni-duesseldorf.de/index.html
http://www.leibniz-gemeinschaft.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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