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22.09.2009 15:30

Augsburger imb erfolgreich beim MedidaPrix 2009

Klaus P. Prem Presse - Öffentlichkeitsarbeit - Information
Universität Augsburg

    Die Einreichung "Alltagstaugliche Innovationen in der Hochschullehre" bringt dem Institut für Medien und Bildungstechnologie der Universität Augsburg den Publikumspreis.

    Augsburg/Berlin - Das Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) der Universität Augsburg hat beim mediendidaktischen Hochschulpreis Medida-Prix 2009 den Publikumspreis gewonnen. Überzeugen konnten die Augsburger mit der Einreichung "Von der kreativen Idee zur alltagstauglichen Lehr-Lerninnovation". Sie nimmt das imb als Ganzes in den Blick und stellt die Einheit aus Forschung, Lehre und Dienstleistungen als prägende Forschungsphilosophie des Instituts vor. Durch die Verzahnung dieser drei Elemente bleibt theoretisch und empirisch fundierte Forschung nicht nur eine Leitidee. Sie wird durch die Umsetzung in einer Reihe erfolgreicher Projekte zur Realität.

    Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestiftete Medida-Prix ist der wichtigste Preis für (medien)didaktische Innovationen im deutschsprachigen Raum. Er wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) vor Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verliehen. Auf dieser Tagung ist das imb seit 2006 regelmäßig mit zahlreichen Nachwuchswissenschaftlern präsent. "Das stößt beim Tagungspublikum auf merklich positive Resonanz", so der geschäftsführende imb-Direktor Dr. Ulrich Fahrner.

    Entwicklungsforschung als innovative Herangehensweise

    Das imb entwickelt mediendidaktische Innovationen mit dem Ziel, diese nachhaltig im Hochschulalltag zu verankern. Die Prozessorientierung umfasst die Generierung, Pilotierung, Evaluation, Weiterentwicklung und Institutionalisierung von didaktischen Szenarien und Medienkonzepten wie Medienprodukten. "Diese Schritte erfolgen sonst oftmals entkoppelt und lose in einzelnen Teilbereichen der Universität", erläutert Fahrner die Vorzüge dieser Herangehensweise.

    Die Vorteile der Prozessorientierung auf der Hand: Erkenntnisse und Ideen aus der Wissenschaft münden von den am Institut beteiligten Professuren aus direkt in die Entwicklung von prototypischen Lehr-Lernszenarien, die im Studiengang "Medien und Kommunikation" (MuK) getestet und im Falle positiver Evaluationsergebnisse mit Hilfe des Medienlabors in den Regelbetrieb überführt werden. "Studierende werden über unser Begleitstudium und über Projektseminare mit externen Partnern in die Mitgestaltung von Lehre und Studium einbezogen," so Thomas Sporer, der neben weiteren wissenschaftlichen Mitarbeitern des imb an der Einreichung beteiligt war.

    Im Mittelpunkt der Einreichung standen drei exemplarische Projekte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des imb permanent betreut, evaluiert und kontinuierlich verbessert werden.

    Beispiel w.e.b.Square

    Anhand von w.e.b.Square (http://www.websquare.info) wurde gezeigt, wie sich die Experimentierfreude einzelner Lehrender positiv auf die Veränderung der Lehr-Lernkultur im MuK-Studiengang auswirken kann. Insbesondere die Kombination aus virtuellen Angeboten und Vernetzungsmöglichkeiten auf dem Augsburger Campus fanden dabei beim Publikum Anklang. So nutzt w.e.b.Square einerseits eine Online-Plattform zur Veröffentlichung herausragender Ergebnisse von Studierenden für Studierende. Parallel zu den Veröffentlichungen werden im Rahmen von Lehrveranstaltung wissenschaftliche Konferenz organisiert, die dafür Sorge tragen, dass die Studierende den gesamten Prozess bis hin zur wissenschaftlichen Publikation durchleben.

    Beispiel Begleitstudium Problemlösekompetenz

    Am Beispiel "Begleitstudium Problemlösekompetenz" (http://www.begleitstudium-problemloesekompetenz.de) wurde gezeigt, inwieweit sich informelle Lernszenarien in das Curriculum von Bachelor- und Masterstudiengängen einbinden lassen. Das Begleitstudium zielt auf die überfachliche Kompetenzentwicklung von Studierenden ab und stößt unter diesem Aspekt über MuK hinaus auch in anderen Studiengängen sowie außerhalb der Universität Augsburg auf Interesse. Seit dem Sommersemester 2009 werden daher Übertragungsmöglichkeiten auf andere Fächer und Fachbereiche erprobt.

    Beispiel Digicampus

    Als schließlich drittes Beispiel führte die imb-Einreichung den bereits campusweit etablierten Digicampus (http://www.digicampus.de) ins Feld. Ursprünglich als eine Initiative der Professur für Medienpädagogik gestartet, ist der Digicampus heute für Studierende, Lehrende und weitere Mitarbeiter der Universität Augsburg als virtueller Arbeitsplatz nicht mehr wegzudenken. Dies belegen nicht zuletzt seine Nutzerzahlen: Vier Fünftel der knapp 15.000 Studierenden der Universität Augsburg verwenden den Digicampus und über 1.000 Lehrveranstaltungen werden zum derzeitigen Stand über die zentrale Lehr-Lernplattform abgewickelt.

    Über das imb

    Das Augsburger Institut für Medien und Bildungstechnologie besteht aus vier Professuren und dem Medienlabor. Es wurde im Jahr 2007 durch den Zusammenschluss der Professuren für Kommunikationswissenschaft (Prof. Dr. Christiane Eilders) und Medienpädagogik (Prof. Dr Gabi Reinmann) mit dem Medienlabor gegründet. Seither sind eine medientechnisch ausgerichtete Professur für Digitale Medien (Prof. Dr. Klaus Bredl)und eine Professur für Kommunikationswissenschaft mit den Schwerpunkten Rezeption und Wirkung (Prof. Dr. Carsten Wünsch) hinzugekommen.

    Das imb trägt im Wesentlichen den Augsburger Bachelor- und Masterstudiengang Medien und Kommunikation (MuK), der sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreut und regelmäßig Spitzenpositionen in deutschlandweiten Rankings belegt.
    ______________________

    Mehr über das imb:

    http://www.imb-uni-augsburg.de

    Informationen zu ausgewählten weiteren imb-Projekten:

    o http://www.imb-uni-augsburg.de/institut/presse/pi/avmd-imagefilm (AV-Mediendienste)
    o http://www.imb-uni-augsburg.de/institut/presse/pi/i-literacy-imagefilm (i-literacy)
    o http://www.imb-uni-augsburg.de/institut/presse/pi/mp-vhb-imagefilm (vhb-Kurs "Qualitative Sozialforschung")

    Ansprechpartnerin:

    Sandra Hofhues, M.A.
    Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb)
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Universität Augsburg
    Universitätsstr. 2
    86159 Augsburg
    Tel.: +49-(0)821-598-5015
    Fax: +49-(0)821-598-5862
    sandra.hofhues@phil.uni-augsburg.de
    http://www.imb-uni-augsburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Glückliche Publikumspreisträger: Dr. Ulrich Fahrner und seine imb-Mitarbeiter bei der Verleihung des MedidaPrix 2009 in Berlin.


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