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23.09.2009 16:04

Immer mehr Nachwuchswissenschaftler wollen nach Deutschland zurück

Nadine Pils Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

    GAIN-Jahrestagung für deutsche Wissenschaftler an der University of California in San Francisco

    Gemeinsame Pressemitteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Bonn, 23.09.2009. Bereits zum 9. Mal fand die große GAIN-Tagung für deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Nordamerika statt. Rund 260 Teilnehmer nutzten vom 18. bis 20. September in San Francisco die Chance, sich von führenden deutschen Hochschul- und Wissenschaftsvertretern über die Rückkehrmöglichkeiten nach Deutschland informieren zu lassen. Damit hatte die Veranstaltung des German Academic International Network deutlich mehr Besucher als in den vergangenen Jahren. Das Fazit: Deutschland wird für die Karriereplanung junger Forscher in den USA immer attraktiver.

    Dafür gibt es mehrere Gründe; so hat die Finanzkrise die amerikanischen Hochschulen mit voller Wucht erreicht. Viele reagieren mit einem Stellenbesetzungsstopp, der die Karriereperspektiven in den USA verschlechtert. Auch die sozialen Sicherungssysteme Europas schaffen mehr Vertrauen als die unsicheren Aussichten in Nordamerika, was die Krankenversicherung, Alterssicherung oder Ausbildungskosten für Kinder betrifft. Die klare Selbstverpflichtung der deutschen Politik, durch drei "Pakte" (Hochschulpakt, Fortsetzung der Exzellenzinitiative, Pakt für Forschung und Innovation) in den nächsten Jahren für Wissenschaft und Hochschulen 18 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen und dadurch Tausende neuer Stellen zu schaffen, ist ebenfalls ein Pluspunkt.

    Eindruck bei den deutschen Nachwuchsakademikern machte es auch, dass sich deutsche Hochschulen viel mehr als noch vor wenigen Jahren in speziellen Beratungszentren um Doppelkarrieren von Wissenschaftlerpaaren kümmern. Inzwischen gibt es in Deutschland ein Netzwerk von 30 solcher Beratungsstellen. An vielen amerikanischen Hochschulen lockt dagegen immer noch die Möglichkeit des "tenure track", d.h. einer Aufstiegsperspektive von der zeitlich befristeten Anstellung als Assistant Professor zur Festanstellung als Full Professor an derselben Institution, die in Deutschland nur langsam und in unterschiedlichen Ausprägungen Fuß zu fassen beginnt. Auf der Tagung wurde aber berichtet, dass in jüngster Zeit in den USA die Zahl solcher Dauerstellen stark zurückgegangen ist und immer größere Teile der Lehre über relativ schlecht bezahlte befristete Stellen abgewickelt werden. Die Teilnehmer äußerten sich sehr positiv über die hochrangige Vertretung aus der deutschen Wissenschaft und den Wissenschaftsorganisationen, die unterstreiche, dass Deutschland an der Rückgewinnung und der Kontaktpflege mit seinen besten wissenschaftlichen Nachwuchskräften im Ausland großes Interesse hat.

    GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Zu den assoziierten Mitgliedern gehören die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft.

    Detaillierte Informationen gibt es im Internet unter http://www.gain-network.org

    Kontakt:
    Dr. Katja Simons, GAIN Projektleiterin, DAAD Außenstelle New York
    Tel: 001.212.758.3223 Durchwahl 217, E-Mail: simons@daad.org

    Leiterin Presse- und
    Öffentlichkeitsarbeit
    Francis Hugenroth
    Tel: 0228 / 882-454
    Fax: 0228 / 882-659
    E-Mail: presse@daad.de
    www.daad.de
    Kennedyallee 50
    D - 53175 Bonn


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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