Leibniz-Institut für Ostseeforschung schließt seine bauliche Erneuerung mit der Fertigstellung einer wissenschaftlich-künstlerischen Dauerausstellung ab, in der Werke von Günter Grass neben Exponaten aus der Ostseeforschung zum Perspektivwechsel einladen.
Im Rahmen eines Festaktes im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Erwin Sellering, des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass und zahlreicher geladener Gäste aus Wissenschaft, Kultur und Politik wird am 28. September die Ausstellung "Unsere Baltische Pfütze - wissenschaftlich-künstlerische Betrachtungen eines kleinen Meeres" eröffnet.
Der Untertitel macht es deutlich: es geht um unterschiedliche Sichtweisen auf die Ostsee. Vier Plastiken und acht Radierungen von Günter Grass werden ab Montag im Foyer und in den Fluren des im Dezember 2007 eröffneten IOW-Erweiterungsbaus zu sehen sein. Gemeinsam mit Texten, Diagrammen und Fotos zu den Schwerpunkten der Ostseeforschung bieten sie verschiedene Möglichkeiten, sich der Ostsee zu nähern. Dem hintergründigen "Hai über Land" stehen Texte zur Schadstoffproblematik in der Ostsee gegenüber. Wissenschaftliche Erläuterungen zum Kreislauf des Lebens in der Ostsee werden begleitet von einer Serie von Radierungen, auf denen der Butt sich langsam zersetzt - bis "nur die Gräte geblieben war". Im Zentrum aber ragt der Butt als "Erklärer" der baltischen wie der Menschheitsgeschichte vor einem Sedimentkern auf, der rund 8.000 Jahre nacheiszeitlicher Ostsee-Entwicklung beschreibt.
"Wir haben uns bewusst bei der Gestaltung dieses Begegnungsraumes Zeit gelassen, um neue Wege der Vermittlung unserer Arbeit auszuprobieren", berichtet Bodo v. Bodungen, Direktor des IOW. "Wir wollten den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst versuchen und Günter Grass war bereit, diesen Weg mit uns zu beschreiten."
Vorerst ist die Ausstellung nur für Mitarbeiter und Gäste des IOW zugänglich. Ab Dezember plant das Institut, regelmäßig Führungen anzubieten.
Kontakt:
Dr. Barbara Hentzsch, Öffentlichkeitsarbeit, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warne-münde, Seestr. 15, D-18119, Tel.: 0381 5107 102, email: barbara.hentzsch@io-warnemuende.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Meer / Klima, Sprache / Literatur, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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