Vom 2. bis 3. Oktober 2009 findet das internationale Herbstsymposium des neu gegründeten Zentrums für Hirntumoren (ZHT) statt. Das Symposium mit führenden Experten aus aller Welt richtet sich insbesondere an Ärzte aus dem neuroonkologischen Umfeld. Anmeldung noch möglich.
"Wir haben in der Diagnostik und Behandlung bedrohlicher Hirntumoren viel erreicht," so Prof. Dr. Ulrich Bogdahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, "dennoch erreichen unsere Therapien noch keine andauernde Heilung, da Tumoren über verschiedene Wege gegenüber der Behandlung resistent werden. Über diese Mechanismen und wie sie überwunden werden können, diskutieren wir mit anderen führenden Experten - sowohl auf Basis grundlagenwissenschaftlicher wie auch klinischer Forschungsergebnisse. Auf dem Prüfstand steht das gegenwärtige und zukünftige Spektrum angewandter Therapien bei malignen Gliomen."
Themenschwerpunkte sind z.B. der Einfluß von Tumorstammzellen auf die Entwicklung bösartiger Hirntumoren. Außerdem die therapeutischen Erfolge eines spezifischen Eiweißmoleküls, das als transformierender Wachstumsfaktor beta2 bekannt geworden ist. Die deutsche Studienkoordniation der diesbezüglich laufenden internationalen Sapphire-Studie liegt in den Händen von Professor Bogdahn, welcher als einer der ersten die Bedeutung des Moleküls erkannt hatte.
Neue immuntherapeutische Ansätze in Kombination mit Chemotherapien zur Behandlung maligner Hirntumoren werden von Amy Heimberger, Professorin für Neurochirurgie am M.D. Anderson Krebszentrum der Universität von Texas, USA, vorgestellt. Auch bisherige Ergebnisse und Erfahrungen zur Tumorvakzinierung bei malignen Gliomen werden diskutiert. "Dies ist besonders interessant, da am UKR gemeinsam mit der Hämatoonkologie ein Schwerpunkt zur zellulären Therapie etabliert werden konnte (BayImmuNet, Leitung Prof. Dr. Reinhard Andreesen). Gliom-Patienten aus der Region können darauf hoffen, daß hier bald derartige Therapien weiterentwickelt werden", so Bogdahn.
Des weiteren werden moderne Bildgebungsverfahren in der Strahlentherapie (Prof. Dr. Oliver Kölbl) oder die Qualitätssicherung im Hinblick auf den neurochirurgischen Endpunkt (Prof. Dr. Alexander Brawanski), sowie neuroradiologische Aspekte und die sogenannte Wach-Operation intensiv diskutiert.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
regional
Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).