Prof. Dr. Annelie Wellensiek ist am 30. September von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger zur Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ernannt worden. Die Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Chemiedidaktik löst den bisherigen Amtsinhaber Prof. Dr. Michael Austermann zum 1. Oktober ab. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Prof. Dr. Annelie Wellensiek war Anfang Juli vom Hochschulrat gewählt und mit großer Mehrheit vom Senat der Hochschule bestätigt worden. Die Urkunde wurde ihr in Heidelberg von Ministerialdirigent Hans-Jürgen Müller-Arens und im Beisein von Ministerialrat Wilhelm Utz, dem Vorsitzenden des Hochschulrats Dr. Klaus-Dieter Hohr und dem Kanzler Wolfgang Goihl überreicht.
Die offizielle Rektoratsübergabe im Rahmen eines Festaktes und in Anwesenheit von Vertretern der Landesregierung sowie Ehrengästen wird voraussichtlich Anfang November stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch das neu zu konstituierende Rektorat mit zwei Prorektoren bestellt sein und seine inhaltliche Konzeption der Hochschule sowie der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.
Prof. Dr. Anneliese Wellensiek hat an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das erste und zweite Staatsexamen 1982 absolviert und war dann wissenschaftliche Referentin der Behringwerke. Sie wurde an der Universität Heidelberg bei Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik 1993 promoviert, war bis 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und habilitierte im selben Jahr an der Universität Hamburg. 2005 erhielt sie den Ruf an die Universität Hamburg auf die Professur "Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Chemiedidaktik oder Physikdidaktik". Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind interdisziplinäre Forschung im Bereich der Didaktik der Naturwissenschaften, speziell an der Grenzfläche Wissenschaft und Gesellschaft, Schulentwicklung durch didaktische Qualifizierung sowie hochschuldidaktische Innovationsprojekte. In der Hochschul-Selbstverwaltung hat sie sich von 2007 bis 2009 in der Gleichstellungspolitik engagiert; seit 2008 ist sie stellvertretende Vorsitzende des zentralen Prüfungsausschusses für die Bachelor-Lehramtsstudiengänge in Hamburg.
Neuere Publikationen (Auswahl)
Wellensiek, A. & Petermann, H.-B. (2002) (Hrsg.). Interdisziplinäres Lehren und Lernen in der Lehrerbildung. Perspektiven für innovative Ausbildungskonzepte. Beltz Verlag, Weinheim und Basel.
Wellensiek, A. (2005). Gentechnik verstehen und beurteilen. Ein Beitrag zur Untersuchung der Struktu-ren eines Verständnisses von Naturwissenschaften im Medium sozialisatorischer Interaktion, Habilitationsschrift (245 Seiten). Weinheim und Basel: Beltz.
Wellensiek, A., Welzel, M. & Nohl, T. (Hrsg.), (2005). Didaktik der Naturwissenschaften, quo vadis? Berlin: Logos Verlag.
Strittmatter-Haubold, V., & Wellensiek, A. (2006). Reflexive Lehrerbildung in Projektseminaren. In Informationsschrift zur Lehrerbildung, Lehrerfortbildung und pädagogischen Weiterbildung Perspektiven, Lernen in Projekten. (S.18-23). Heidelberg: Pädagogische Hochschule.
Wellensiek, A., & Abels, S. (2008). Science & Society. Chimica et cetera artes rerum naturae didacticae, 34 (101), 127-138.
Wellensiek, A., Neidhöfer, U., & Abels, S. (2009). Prinzipien einer an Nature of Science (NOS) orientierten Didaktik von Anfang an. Das Thema Wasser im Sachunterricht. In A. Fournès (Hrsg.), Wasser - Sinnbild des Lebens. Wegweiser zu einem vielperspektivisch-diskursiven Sachunterricht (S. 49-60).Hamburg: Dr. Kovac
Peter Labudde, Reinders Duit, Detlef Fickermann, Hans Fischer, Ute Harms, Helmut Mikelskis, Horst Schecker, Burkhard Schroeter, Annelie Wellensiek, Hubert Weiglhofer (2009). Schwerpunkttagung "Kompetenzmodelle und Bildungsstandards. Aufgaben für die naturwissenschaftsdidaktische Forschung". Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften 15 (28 Seiten)
Prof. Dr. Annelie Wellensiek
Quelle: Hohenester
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Personalia
Deutsch

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