Studierende der SRH Hochschule Heidelberg gehen der Frage nach, wie sich Multitasking und permanente Erreichbarkeit auf Büroangestellte auswirken
Der Email-Posteingang läuft über, das Telefon schrillt und der Stapel Papier auf dem Schreibtisch wirkt wie ein Mahnmal. Dann ruft auch noch der Chef an und will fünf Sachen auf einmal erledigt haben.
Die Fähigkeit verschiedene Aufgaben gleichzeitig oder in kurz aufeinander folgenden Zeitabschnitten zu bewältigen, nennt man Multitasking. Moderne Kommunikations-mittel wie Smartphones und E-Mails machen permanente Erreichbarkeit technisch möglich und das erhöht den Druck zum parallelen Arbeiten. An der SRH Hochschule Heidelberg haben Masterstudierende der Wirtschaftspsychologie jetzt untersucht, wie sich dieses Jonglieren mit Aufgaben und Medien auf Menschen auswirkt.
Interviewt wurden Chefsekretärinnen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Sachbearbeiterinnen aus öffentlichen Ämtern in Heidelberg. "Wir haben uns für diese Gruppe entschieden, weil sie an den Knotenpunkten der Informationsflut sitzen", sagt Prof. Dr. Andreas Zimber, der seine Studierenden bei der Forschungsarbeit unterstützte. Die Meinungen der Befragten gingen stark auseinander. "Die einen sprechen über nie da gewesenen Stress, die anderen empfinden das Chaos als positiv, weil es für Abwechslung sorgt und verhindert, dass man einrostet", so Zimber. Ein Forschungsergebnis überraschte die Gruppe besonders: Das Alter der Befragten spielte keine Rolle dabei, ob Multitasking überfordert oder gefällt- es scheint eher eine Frage der persönlichen Neigung zu sein.
Am Mittwoch (7.10.) stellen die Studierenden ihre ausführlichen Ergebnisse an der SRH Hochschule Heidelberg vor. Gemeinsam mit Betroffenen und Experten diskutieren sie die Wirkungen von Multitasking und geben Tipps, wie jeder selbst seine Fähigkeiten im Aufgaben-Jonglieren verbessern kann.
Symposium "Multitasking im Büro"
Mittwoch, 7. Oktober 2009, 10-16 Uhr
Raum Beethoven/Mahler, SRH Hochschule Heidelberg
Ludwig-Guttmann-Straße 6, 69123 Heidelberg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
Deutsch

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