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02.10.2009 11:31

Neue Simulationstechnologien sorgen für mehr Sicherheit

Claudia Weinreich Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Im Rahmen des Workshops "Technology and Society" kommen am 8. und 9. Oktober 2009 hochrangige Wissenschaftler an der Bauhaus-Universität Weimar zusammen, um der Frage nachzugehen, wie Simulationstechnologien das Leben zukünftig sicherer gestalten können.

    Was haben Design und Sicherheit miteinander zu tun? Wie gelingt die beste Übertragung des Entwurfs in ingenieurwissenschaftliche Aufgaben? Und mit welchen Mitteln können Ingenieure das Schadensverhalten von Objekten unter extremen Situationen am besten vorhersagen?

    Diesen und anderen Fragen gehen während des zweitägigen internationalen Workshops "Technology and Society" Experten an der Bauhaus-Universität Weimar nach. Die Veranstalter, Prof. Timon Rabczuk und Prof. Karl Beucke von der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar sowie Prof. Frieder Seibel, Dean of Engineering der University of California, San Diego (UCSD) stellen während der Tagung vor allem den Prozess der Approximation in den Vordergrund. Approximation, also Annäherung, bedeutet in diesem Fall, dass von Designern erstellte Objekte für ingenieurwissenschaftliche Untersuchungen in andere Computerprogramme übertragen werden müssen, der Datenverlust dabei aber immer noch immens ist. Derzeit werden Ingenieurkonstruktionen wie z.B. Autos, Flugzeuge oder Bauwerke in Computer Aided Design (CAD) Programmen entworfen und anschließend zur Simulation in Computer Aided Engineering (CAE) Programme übertragen. In den CAE-Programmen werden im Rahmen einer Simulation beispielsweise Prognosen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit der Ingenieurkonstruktionen getroffen. Ein Beispiel dafür ist die Vorhersage des Verhaltens eines Automobils bei einem Unfall.

    Um die bei der Übertragung von CAD-Modellen in CAE-Software entstehenden Verluste möglichst gering zu halten und den Originalentwurf zu erhalten, arbeiten die Wissenschaftler daran, beide Programme zu optimieren und weiter zu entwickeln. Langfristiges Ziel des Projekts ist, das Verhalten von Objekten unter extremen Situationen mittels CAE möglichst genau vorherzusagen und im Vorfeld positiv zu beeinflussen. Die Bandbreite der Anwendungen erstreckt sich dabei von Raumfahrt- und Autoindustrie über Gebäude und Bauwerke bis hin zum medizinischen Bereich.

    Für interessierte Medien stehen während der Tagung folgende Experten für Interviews zur Verfügung:

    Prof. Timon Rabczuk, Prof. Modellierung und Simulation - Mechanik, Bauhaus-Universität Weimar
    Prof. Karl Beucke, Prof. Informatik im Bauwesen und Prorektor Forschung der Bauhaus-Universität Weimar
    Prof. Frieder Seible, Dean of Engineering an der UCSD

    Zusätzlich werden sich die Wissenschaftler während des Workshops mit einem weiteren zukunftsweisenden Ziel beschäftigen: die Vorbereitung eines internationalen Graduiertenkollegs zum Thema Visualisierung und Simulation sowie der Aufbau eines Studiengangs "Digital Engineering" in Zusammenarbeit mit der UCSD.

    Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an Claudia Goldammer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät Bauingenieurwesen, Telefon 0 36 43/58 11 93 oder per E-Mail unter claudia.goldammer@uni-weimar.de wenden.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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