Auch in diesem Jahr präsentiert sich das Deutsche Archäologische Institut wieder mit einem eigenen Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober 2009). Der Messestand in Halle 5.0 D949 bietet Besuchern die aktuellsten Neuerscheinungen, umfangreiche Informationen zum Institut und persönliche Gespräche mit Wissenschaftlern.
Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema "Archäologische Museen als Identitätsstifter" kommen hochrangige chinesische und deutsche Fachkollegen aus dem Museumsbereich zu Wort.
Geprägt vom diesjährigen Gastland und der Gründung einer neuen Außenstelle in Peking steht auch der Messeauftritt des Deutschen Archäologischen Instituts im Zeichen von China.
Neben den aktuellen Neuerscheinungen der weltweit agierenden Abteilungen und Zweigstellen wird die neue Buchreihe "Archäologie in China" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der DAI-Stand bietet Besuchern umfangreiche Informationen über das Institut, die Eurasien-Abteilung - an welche die Außenstelle Peking angegliedert sein wird - sowie den aktuellen Forschungsprojekten in China in deutscher, englischer und chinesischer Sprache.
Podiumsdiskussion am Freitag, 16. Oktober 12.00-13.00 Uhr im Internationalen Zentrum:
Repräsentative Fundplatzmuseen werden in China wie in Deutschland zunehmend zu Orten anschaulicher Vermittlung und nachhaltigen Erlebens lokal-kultureller Identität. Das Jinsha-Museum im Herzen der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Sichuan mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit ist dafür ein herausragendes Beispiel. Vor allem Goldmasken und Skulpturen sowie Spuren von Elefantenkulten, die direkt mit den Bewohnern des Chengdu-Tales vor 3000 Jahren in Verbindung gebracht werden, ziehen enorme Besucherströme an.
Noch bekannter als Jinsha ist der nahe gelegene Fundplatz Sanxingdui, wo Mitte der 80er Jahre international Aufsehen erregende, riesige Bronzemasken und eine überlebensgroße Bronzeskulptur entdeckt wurden. Sie gehörten offensichtlich zu einer reichen Tempelausstattung, die man aus unbekannten Gründen in zwei Gruben mit einer großen Menge Elefantenstoßzähnen rituell bestattet hatte. Das Museum Sanxingdui gehört inzwischen zu den größten Fundplatzmuseen Chinas.
Im medialen Auftritt beider Museen wird vor allem die Andersartigkeit im Vergleich zur zeitgenössischen nördlich benachbarten chinesischen Zivilisation betont. Und die Bewohner Sichuans identifizieren sich heute stark mit diesen Frühzeitkulturen, gerade weil sie Jahrhunderte später von der chinesischen Kulturtradition assimiliert worden sind.
Im Vergleich dazu spielt in Deutschland das Museum der Varus-Schlacht in Kalkriese, wo in diesem Jahr der 2000ste Jahrestag des Sieges der Germanen über die Römer begangen wird, eine ähnlich identitätsstiftende Rolle. Das multimediale Museum Nebra führt den Besucher 3600 Jahre zurück in die Vergangenheit und ist einer von vier Standorten der neuen touristischen Route "Himmelswege", die archäologisch bedeutende Orte im südlichen Sachsen-Anhalt miteinander verbindet.
Die Instrumentalisierung historischer Ereignisse und lokal-spezifischer Entwicklungen zur Ausbildung von Ortsverbundenheit und Geschichtsbewusstsein stehen im Zentrum der Expertendiskussion.
Es diskutieren:
Herr Prof. Zhu Zhangyl, Direktor des Jinsha-Museums Chengdu
Herr Prof. Huo Wei, Direktor des Instituts für Tibetstudien der Sichuan-Universität Chengdu
Frau Heidrun Derks, Museum und Park Kalkriese
Herr Dr. Harald Meller, Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Sachsen-Anhalt
Moderation: Frau PD Dr. Mayke Wagner, Leiterin der Außenstelle Peking des DAI
wann: 16.10.2009, 12.00 - 13.00 Uhr
wo: Frankfurter Buchmesse - Internationales Zentrum Halle 5.0
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.dainst.org.
Als Ansprechpartnerin steht Ihnen PD Dr. Mayke Wagner (mw@eurasien.dainst.de) gerne zur Verfügung.
http://www.dainst.org Homepage des DAI mit weiterführenden Infos
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).