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07.10.2009 16:39

"Mehr als 20 Jahre der Max-Planck-Gesellschaft verbunden"

Barbara Abrell Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

    Präsident Peter Gruss gratuliert der früheren Forschungsgrupppenleiterin Ada E. Yonath zum Nobelpreis für Chemie 2009

    Die Max-Planck-Gesellschaft gratuliert Ada E. Yonath zum Chemie-Nobelpreis 2009. "Es freut mich, dass mit Frau Yonath eine Wissenschaftlerin geehrt wurde, die mehr als 20 Jahre der Max-Planck-Gesellschaft verbunden war. Während dieser Zeit entstanden die entscheidenden Grundlagen der Forschung, für die sie jetzt den Nobelpreis erhielt", sagt Präsident Peter Gruss.

    Ada E. Yonath arbeitete von 1979 bis 1984 am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. In dieser Zeit begann sie an Struktur und Funktion der Ribosomen zu forschen. Von 1986 bis 2004 leitete sie die Max-Planck-Arbeitsgruppe "Ribosomenstruktur" am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg. Ada Yonath arbeitet heute als Strukturbiologin am Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechowot, Israel. Sie teilt sich den Nobelpreis mit Venkatraman Ramakrishnan (MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, England) und Thomas A. Steitz (Yale University, USA).

    Ribosomen, der Forschungsgegenstand von Ada E. Yonath, sind die Eiweißfabriken der Zellen. Darin werden nach einem bestimmten Plan lebensnotwendige Proteine produziert. Zum ersten Mal wurden die Ribosomen im Jahr 1953 von dem Amerikaner George Emil Palade beschrieben. Damals gab es jedoch keine Möglichkeit, diese äußerst komplexen Zellorganellen detailliert zu untersuchen. Vor mehr als 20 Jahren begann sich, Ada E. Yonath für das Thema zu interessieren. Ihr Plan: Struktur und Funktion der Ribosomen mithilfe von kristallograhischen Techniken zu entschlüsseln. Auf diesem Gebiet war sie eine Pionierin und musste die passenden Methoden erst entwickeln.

    Der Durchbruch in der Ribosomenforschung kam 1995: Zwar gab es schon Aufnahmen der Ribosomen. Aber erst Ada E. Yonath gelang es, durch das Einschleusen von "Hinweisschildern" - sie markierte bestimmte Stellen in der ribosomalen Untereinheit mit Iridium- oder Quecksilberverbindungen - die Daten und Bilder wirklich lesbar und damit aussagekräftig zu machen. Somit stieß sie die Tür zur Erforschung der zellulären Eiweißfabriken weit auf.
    Weitere Informationen erhalten Sie von:

    Prof. Dr. Eckhard Mandelkow
    Max-Planck-Arbeitsgruppen für strukturelle Molekularbiologie am DESY
    Tel.: +49 40 8998 - 2810
    E-Mail: mandelkow@mpasmb.desy.de

    Prof. Dr. Dr. hc. Knud Nierhaus
    Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin
    Tel.: +49 179 450 20 48
    E-Mail: nierhaus@molgen.mpg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.mpg.de/pdf/nobel/yonath.pdf - Blick in die Werkstatt des Lebens
    http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/jahrbuch/2004/strukturel... - Struktur der Ribosomen
    http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/mpForschung/2001/heft04/4_... - Molekularer Nahkampf
    http://www.weizmann.ac.il/ - Weizmann-Institut für Wissenschaften


    Bilder

    Zu gleichen Teilen geht der Nobelpreis für Chemie 2009 an Venkatraman Ramakrishnan, Thomas A. Steitz und Ada E. Yonath
    Zu gleichen Teilen geht der Nobelpreis für Chemie 2009 an Venkatraman Ramakrishnan, Thomas A. Steitz ...
    Quelle: SCANPIX/AFP/US; Michael Marsland/Yale University; Micheline Pelletier/Corbis


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie
    überregional
    Personalia, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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