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10.10.2009 08:41

Defi-Fernüberwachung ist sicher und effektiv

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 20. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie, 8.-10. Oktober, Dresden

    Bei mehr als einem Drittel der Patienten mit einem implantierten Defibrillator werden via Teleüberwachung gefährliche Herzrhythmusstörungen entdeckt, zeigt eine Studie des Universitätsklinikums Bonn, die heute bei der Herbsttagung der deutschen Herzspezialisten in Dresden präsentiert wurde. Die Daten zeigen, dass die regelmäßige EKG-Überwachung per Handy notwendig und sicher ist.

    Dresden, 10. Oktober 2009 - Die technische Entwicklung implantierbarer Herzschrittmacher und Defibrillatoren ermöglicht es zunehmend, diese innovativen Geräte nicht nur zur Herzstimulation, sondern zugleich auch als telemedizinische Überwachungssysteme zu nutzen. Das ermöglicht mehr Patientensicherheit und -komfort und reduziert den Betreuungsaufwand in spezialisierten Ambulanzen. Wie zweckmäßig und zuverlässig die modernen Home-Monitoring-Systeme sind, zeigten heute Herzspezialisten bei der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Dresden.

    Eine auf der Tagung von Dr. Alexander Bitzen und Koautoren vom Universitätsklinikum Bonn präsentierte Studie belegt die Notwendigkeit der regelmäßigen Nachsorge und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der elektronischen Überwachung. Bei 46 Patienten mit implantierten Defibrillatoren wurden von den implantierten Geräten in einem Zeitraum von 19 Monaten 118 auffällige EKGs direkt aus dem Herzen übertragen. Die Befunde zeigten aufgetretene bedrohliche Herzrhythmusstörungen und den Beleg der adäquaten Behandlung durch das implantierte Gerät. Nur wenige der "Alarme" gingen auf technische Probleme zurück, die durch Umprogrammierung von außen behoben werden konnten.

    Fazit der Bonner Wissenschaftler: Mit einer Ereignisrate von 33 Prozent zeigt sich nicht nur die Notwendigkeit einer regelmäßigen Betreuung der Patienten, sondern auch die Leistungsfähigkeit der technischen Möglichkeit, durch Übertragen von EKG und anderen Parametern die Patientensicherheit zu erhöhen.

    Quelle: Bitzen et al, Möglichkeiten und Limitationen der Anwendung von Home Monitoring bei Patienten mit implantiertem Cardioverter-Defibrillator im klinischen Alltag. Clin Res Cardiol 98 Suppl 2, Oktober 2009, Abstract P324

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Prof. Dr. Eckart Fleck
    Christiane Limberg
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
    Pressezentrum am Kongress: 0049-351-216-1517; mobil 0043-676-6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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