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13.10.2009 08:37

Vom Kürbiskernöl bis zum Biodiesel: 600 Forscher diskutieren über Öle und Fette

Mag. Alice Senarclens de Grancy Büro des Rektorates - Medienarbeit
Technische Universität Graz

    Ob in der Nahrung, in Pharmazeutika, als alternative Antriebsstoffe oder als Energiedepot am Körper - gewollt oder ungewollt begleiten uns Lipide, also Fette, ständig durchs Leben. Im Rahmen des "7th Euro Fed Lipid Congress" treffen sich ab Wochenende rund 600 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft aus aller Welt in Graz, um sich über den neuesten Stand ihrer Disziplin auszutauschen. Die Tagung deckt dabei ein breite Palette von Themen betreffend Lipide ab: Lipide in der Ernährung wie Olivenöl, Bratfette oder Palmöl werden genauso unter die Lupe genommen wie Schadstoffe, die Fette verschmutzen oder alternative Antriebsstoffe wie etwa Biodiesel.

    "Vom Wissen zur Anwendung" lautet das Motto der Grazer Veranstaltung, die die Lipidforschung von verschiedenen Seiten beleuchtet: "Anwendungsorientierung steht im Vordergrund, aber auch die Grundlagenforschung kommt in der Diskussion nicht zu kurz", betont Tagungsleiter Günther Daum vom Institut für Biochemie der TU Graz: "Angewandte Forschung braucht Grundlagenforschung als Basis." Fette mit all ihren Funktionen in verschiedenen Bereichen stehen jedenfalls im Fokus der Grazer Tagung, die die steirische Landeshauptstadt vier Tage lang zum europäischen Zentrum der Fett-Forschung macht.

    Bäckerhefe als Modell

    Daum selbst sieht den Schwerpunkt seiner Forschung in den Grundlagen der Lipid-Chemie: Der Grazer Biochemiker und sein Team befassen sich mit Bäckerhefe, die als ideales Modell für Strukturen und Abläufe in der Zelle gilt. Bedeutsam ist das Verstehen der Funktionsweisen von Fetten und die Übertragung der Erkenntnisse vom Modellsystem Hefe etwa für medizinische Fragestellungen: Fett belastet den Körper und verursacht Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose, also gefährliche Ablagerungen in Gefäßen. Werden analytische Methoden weiter entwickelt, können Forscher besser verstehen, wie sich diese Krankheiten entwickeln. Daraus ergeben sich neue Chancen für die Behandlung vieler Erkrankungen in der Wohlstandsgesellschaft.

    Ausgerichtet wird der Kongress von "Euro Fed Lipid" (European Federation of the Science and Technology of Lipids), der europäischen Vereinigung der Lipid-Forscher, die elf wissenschaftliche Gesellschaften und europaweit etwa 1.700 Mitgliedern zählt. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr in wechselnden europäischen Städten statt, heuer unter dem Vorsitz von TU-Biochemiker Günther Daum in Graz.

    "7th Euro Fed Lipid Congress"
    Termin: 18. bis 21. Oktober 2009
    Ort: Grazer Congress
    Nähere Informationen: http://www.eurofedlipid.org

    Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar unter
    http://www.presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/biochemie/index.htm

    Rückfragen:
    Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. tit.Univ.-Prof. Günther Daum
    Institut für Biochemie
    Email: guenther.daum@tugraz.at
    Tel: +43 (0) 316 873 6462


    Bilder

    Biochemikerin bei der Arbeit: Am Institut für Biochemie der TU Graz nehmen die Wissenschafter insbesondere Hefekulturen unter die Lupe
    Biochemikerin bei der Arbeit: Am Institut für Biochemie der TU Graz nehmen die Wissenschafter insbes ...
    Quelle: TU Graz/Lunghammer

    TU-Biochemiker Günther Daum (li.) mit Mitarbeiter bei der Arbeit
    TU-Biochemiker Günther Daum (li.) mit Mitarbeiter bei der Arbeit
    Quelle: TU Graz/Lunghammer


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Biochemikerin bei der Arbeit: Am Institut für Biochemie der TU Graz nehmen die Wissenschafter insbesondere Hefekulturen unter die Lupe


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