Staatsministerin von Schorlemer: "Mit diesem neuen Programm werden in Sachsen Geistes- und Sozialwissenschaften gestärkt"
Erstmals werden vom Freistaat Sachsen Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften in einem geschlossenen Programm gefördert. Es ist jetzt in einer ersten Förderrunde mit sechs Projekten angelaufen. Bis zu zwei Millionen Euro stehen dafür pro Jahr bereit. "Mit diesem neuen Programm wollen wir vor allem solche Forschungsvorhaben fördern, die durch Exzellenz und Zuschnitt zu längerfristigen Verbund- oder Drittmittelprojekten mit einer anschließenden Förderung durch andere Programme (beispielsweise DFG-Forschergruppe, Graduiertenkolleg) führen können", sagte heute Sachsens Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer.
Mit der wissenschaftlichen Begutachtung der Projekte ist die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig betreut. Eine wissenschaftliche Kommission aus Mitgliedern unterschiedlicher Fachrichtungen unter der Leitung des Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, hat die Ende Juni eingegangenen Bewerbungen bewertet.
Von den 103 eingereichten Projektskizzen werden in der ersten Förderrunde sechs Projekte gefördert:
- "Lebensläufe und Spruchpraxis von Wehrmachtsrichtern" (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden; Beginn: 1. Januar 2010)
- "Sächsisches Klosterbuch" (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden; Beginn: 1. Januar 2010)
- "Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic" (Ägyptologisches Institut der Universität Leipzig; Beginn; 1. April 2010)
- "Vertrauen in den Sozialen Diensten - Innovationsstrategien für wachsende Herausforderungen im Sektor sozialer Dienstleistungen" (Fakultät Sozialwesen der HTWK Leipzig; Beginn: 1. Januar 2010)
- "Multiple Secularities" (Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig; Beginn 1. Januar 2010)
- "Leipziger Verlagsarchive. Reclam und Insel als Erinnerungsspeicher und Labor. Teilprojekt 1: Der Leipziger Reclam-Verlag" (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig; Beginn: vorauss. 1. November 2009)
Zum 31. März 2010 und zum 30. September 2010 können weitere Projektskizzen bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig eingereicht werden. Es sollen auch solche Forschungsvorhaben gefördert werden, die über die Erfüllung anspruchsvoller Qualitätskriterien hinaus regionale und überregionale Kooperationen zwischen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften unterstützen. Die Laufzeit der Projekte soll zwei bis maximal drei Jahre betragen.
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ist zugleich Gelehrtengesellschaft und außeruniversitäre Forschungseinrichtung in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - Projekte wie z. B. die Gesamtausgabe der Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, das Althochdeutsche Wörterbuch, Forschung zur Schadstoffdynamik in Einzugsgebieten oder auch (in Kooperation mit anderen Einrichtungen) Forschung zur Technikgestaltung und Technikbewertung sind an der Akademie angesiedelt. Am 1. Juli 1846 als Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften gegründet - eine junge Akademie verglichen mit Royal Society, Académie française oder der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle - steht die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ganz in der Tradition des von Gottfried Wilhelm Leibniz um 1700 geprägten Akademiegedankens: Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zum regelmäßigen Meinungsaustausch zusammenzuführen, Methoden und Ergebnisse der Spezialforschung im interdisziplinären Gespräch zu erörtern, langfristige Forschungsvorhaben zu betreiben - und damit ein Ort der Wissenschaftspflege und der Wissenschaftskommunikation zu sein.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).