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28.10.2009 13:12

6. November 2009: Frauenrechtlerin aus Uganda berichtet über aktuelle Herausforderungen in Afrika

MBA Volker Stößel Marketing und Public Relations
Handelshochschule Leipzig

    Lydia Nakayenze (25), Botschafterin für Mädchen und Frauenrechte Ugandas, berichtet am 6. November, 19 Uhr, im Weltladen Connewitz, Bornaische Straße 18, 04277 Leipzig, über die allgemeine Situation der Menschen ihres Heimatlandes. Außerdem informiert sie über die Verbreitung, die Folgen und die Bekämpfung von HIV und AIDS in Afrika und besonders in ihrem Land. Die Veranstaltung, die vom Eine Welt e.V. Leipzig durchgeführt wird, findet im Zusammenhang mit den 11. Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstagen (2. - 27. November 2009) statt. Der Eintritt ist frei.

    HIV/AIDS in Afrika. Die Situation von Frauen und Mädchen in Uganda
    Nakayenze, die derzeit das MBA-Studium an der Handelshochschule Leipzig (HHL) absolviert, sagt: "Mit der Diskussionsveranstaltung am 6. November möchte ich über die Situation von HIV und AIDS in Afrika informieren. Durch meinen persönlichen Hintergrund als Frauenrechtlerin Ugandas kann ich zudem die aktuellen Herausforderungen in meinem Land anschaulich darstellen."

    Nakayenze fährt fort: "Während meines Vortrags spreche ich über das weibliche Gesicht der HIV/AIDS-Pandemie in Uganda. Frauen und Mädchen sind hier überproportional mit AIDS infiziert. Neun von zehn Infektionen bei Teenagern treten bei Mädchen auf. Heutzutage geschehen 21% aller neuen Infektionen durch die Übertragung von der Mutter zum Kind. Mit jährlich ca. 1.2 Mio. Schwangerschaften in Uganda ist es notwendig, die Vorsorgeuntersuchungen zu verbessern, die freiwilligen Beratungen und Tests zu erhöhen sowie den Zugang zu antiviralen Medikamenten zu erleichtern. Zudem tragen Frauen und Mädchen eine große Bürde, indem sie für kranke Familienangehörige sorgen müssen. Im Falle des Todes beider Eltern müssen sie häufig für die verwaisten Geschwister sorgen. Dies führt besonders bei Mädchen zu einer hohen Schulabgängerrate."

    Uganda war 1987 weltweit das erste Land, das offiziell ein Programm zur Bekämpfung von HIV/AIDS eingerichtet hat. Der erste Fall der Krankheit wurde 1982 diagnostiziert. 1986 war bereits ein Drittel der Bevölkerung Ugandas HIV positiv. Durch gemeinsame Anstrengungen der Regierung und der Bevölkerung ist die Infektionsrate 2001 auf 5% gesunken. Der überwiegende Teil dieser Bemühungen folgte der so genannten ABC-Strategie (Abstinence, Be faithful and Condom use / Deutsch: Abstinenz, Treue, Nutzung von Kondomen). Eine der größten Probleme heute ist der Zugriff auf antivirale Medikamente. Nur ca. 131 000 Personen, d.h. ca. 10% aller mit HIV/AIDS infizierten Personen in Uganda, haben Zugriff auf diese Medikamente. Eine andere Herausforderung bilden die 2.2. Mio. Kinder, die aufgrund von HIV/AIDS zu Waisenkindern wurden.

    Was?

    "HIV/AIDS in Afrika. Die Situation von Frauen und Mädchen in Uganda"
    Vortrag mit Lydia Nakayenze (Uganda)

    Wann?

    Freitag, 6. November, 19 Uhr

    Wo?

    Weltladen Connewitz, Bornaische Straße 18, 04277 Leipzig

    Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT)

    Die Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT) sind ein Gemeinschaftswerk von etwa 50 entwicklungspolitischen und interkulturell agierenden Organisationen in Sachsen. Jedes Jahr im Herbst bieten sie gemeinsam eine Fülle von Eine-Welt-Bildungsangeboten, von Projekttagen für Gemeinden und Schulen bis zu Theater, Film, Lesungen und Weiterbildungen für Pädagogen. Im Online-Katalog sind ca. 300 Bildungsangebote von Zittau bis Leipzig, von Weißwasser bis Aue zu finden. Weiterhin werden zahlreiche ausleihbare Materialien angeboten . Koordiniert werden die SEBIT vom aha-anders handeln e.V.
    Die SEBIT gewannen 2001 den Förderpreis "Demokratie Leben" (eine Initiative des Deutschen Bundestages und des Initiativkreise "Demokratie Leben").
    Weitere Informationen: www.sebit.info

    Eine Welt e.V. Leipzig

    Der Eine Welt e. V. Leipzig ist ein gemeinnütziger Verein. Er wurde 1990 gegründet. Seine Tätigkeit umfasst Bildungs-, Begegnungs-, Informations- und internationale Projektarbeit sowie den Fairen Handel in zwei Weltläden. Im Verein sind vier hauptamtliche und ca. 30 ehrenamtliche Mitarbeiter tätig. Innerhalb der Informations- und Bildungsarbeit thematisiert der Verein die ungerechten Verteilungsstrukturen in unserer Welt und wirbt für ein bewusstes, global verantwortliches, nachhaltiges Handeln.
    Weitere Informationen: www.einewelt-leipzig.de

    Handelshochschule Leipzig (HHL)

    Die Handelshochschule Leipzig (HHL) ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools. Innerhalb der Ausbildung von leistungsfähigen und verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten spielt neben der Internationalität die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Weitere Informationen: www.hhl.de


    Weitere Informationen:

    http://www.sebit.info
    http://www.einewelt-leipzig.de
    http://www.hhl.de


    Bilder

    Mit ugandischen Wurzeln: Lydia Nakayenze (25), Studentin an der Handelshochschule Leipzig (HHL)  spricht über HIV/AIDS in Afrika / Quelle: HHL
    Mit ugandischen Wurzeln: Lydia Nakayenze (25), Studentin an der Handelshochschule Leipzig (HHL) spr ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Wirtschaft
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Mit ugandischen Wurzeln: Lydia Nakayenze (25), Studentin an der Handelshochschule Leipzig (HHL) spricht über HIV/AIDS in Afrika / Quelle: HHL


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