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29.10.2009 08:45

Vorträge und Podiumsdiskussion

Claudia Leitenstorfer Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Konstanz

    Der Exzellenzcluster an der Universität Konstanz stellt sich vor: Öffentliche Abendveranstaltungen zum "Jahr der Wissenschaft"

    3. NOVEMBER 2009
    20 Uhr, Wolkensteinsaal (Kulturzentrum am Münster)

    SAMENSPENDER, LEIHMÜTTER, RETORTENBABIES

    Neue Reproduktionstechnologien fordern die Ordnung der Familie heraus

    Vortrag von Andreas Bernard mit anschließender Podiumsdiskussion

    Die Verfahren der assistierten Reproduktion sind im Jahr 2009 keine Randerscheinungen mehr. Ein halbes Jahrhundert nach Gründung der ersten kommerziellen Samenbanken in den USA, dreißig Jahre nach dem ersten "Retortenbaby" und der ersten Leihmutter-Agentur haben diese Techniken jede Exotik verloren. Der Vortrag will nach den veränderten Organisations- und Darstellungsweisen von Familie fragen, wie sie diese neuen Technologien erforderlich machen. Was hat es zu bedeuten, dass Kinder in zunehmendem Maße nicht mehr aus der geschlechtlichen Vereinigung von Vater und Mutter hervorgehen, dass sich biologische Verwandtschaft und Familienbildung voneinander entkoppeln? Assistierte Empfängnis sorgt für eine Fragmentierung von Elternschaft. Die neuen Technologien bringen dabei ein komplexes Geflecht von Beziehungen hervor, das nur durch massive juristische, soziale und kulturelle Anstrengungen zu ordnen ist.

    Der Literaturwissenschaftler Andreas Bernard, der zunächst über sein Forschungsprojekt berichten wird, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" und langjähriger Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung.
    Anschließend diskutieren: Professor Herbert Zech (Leiter einer Bregenzer Reproduktionsklinik), Sibylle Steidl ("Spenderkind"), Arnd Brummer (Chefredakteur "Chrismon"). Moderation: Christoph B. Keller (Schweizer Radio DRS).

    10. NOVEMBER 2009
    20 Uhr, Oberlichtsaal des Kunstvereins (Kulturzentrum am Münster)

    MODELL "CREATIVE CITY"?

    Städte im 21. Jahrhundert entwickeln ein Bild von sich.
    Konstanz nicht weniger als Dublin oder Göteborg.

    Die Soziologin Anna-Lisa Müller im Gespräch mit dem Konstanzer Baudezernenten Kurt Werner

    Städte verändern sich ständig, und immer schon beschäftigen sich Menschen damit, wie Städte geplant und geformt werden können. In der Veranstaltung werden aktuelle Entwicklungen der lokalen und globalen Stadtentwicklung vorgestellt. Als Beispiele dienen die europäischen Hafen-Metropolen Dublin und Göteborg sowie die Bodensee-Stadt Konstanz.

    Anna-Lisa Müller, die am Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" zum Konzept "Creative City" forscht, stellt ihre Feldforschung in europäischen Metropolen vor. Zur Stadtentwicklung in Konstanz wird sich Baudezernent Kurt Werner äußern. Der Soziologe Andreas Langenohl (Exzellenzcluster) moderiert das Gespräch.

    17. NOVEMBER 2009
    20 Uhr, Zunftsaal des Rosgartenmuseums, Konstanz

    MEINE ARBEIT IST MEINE PARTY.

    Kreatives Arbeiten zwischen Anspruch und Ausbeutung

    Der Soziologe Hannes Krämer stellt sich Fragen des Publikums

    In der heutigen Arbeitswelt ist der Ruf nach kreativen Leistungen fast allgegenwärtig. Als Vorbild dienen meist die Werbe-, Design- oder Internetagenturen der Kreativwirtschaft: Wie aber hat man sich Arbeiten dort vorzustellen, wo liegen die Unterschiede zu traditionellen Arbeitsformen. Und was bedeutet das schließlich für das Selbstverständnis der 'ArbeitnehmerInnen'? Der Vortrag gibt einen Einblick in die laufende Forschung zu diesem aktuellen Thema, wobei Potenziale und Probleme des Arbeitens in der Kreativwirtschaft angesprochen werden.

    Hannes Krämer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" und unternimmt beobachtende Feldforschung in der Kreativwirtschaft.

    Der Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" an der Universität Konstanz

    Der Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" an der Universität Konstanz ist ein Verbund für kulturwissenschaftliche Forschung. Er bezieht die Fachbereiche Literaturwissenschaft, Geschichte und Soziologie, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaft sowie Philosophie mit ein.

    Über 130 Personen arbeiten und forschen im Cluster. 20 Professuren sind beteiligt, darunter vier neu eingerichtete Cluster-Professuren. Rund 20 Wissenschaftler werden jährlich an das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz eingeladen, das in der Bischofsvilla am Seerhein und in der Seeburg (Kreuzlingen) angesiedelt ist.

    Die zwei Schlüsselbegriffe "Kultur" und "Integration":

    "Kultur" wird im Rahmen der Cluster-Forschung nicht als ein Vorrat an Gemeinsamkeiten begriffen, sondern als eine Zone, in der Unterschiede und Übergänge produziert werden. Der Begriff "Integration" bezieht sich im Forschungszusammenhang auf die Möglichkeit, dass sich soziale Ordnungsmuster überhaupt entfalten. Integration und Desintegration überlagern und ergänzen sich ständig in sozialen Prozessen.

    Weitere Informationen über http://www.exc16.de
    Image-Film der DFG: http://www.exzellenz-initiative.de/konstanz-integration

    Kontakt:
    Brigitte Elsner-Heller
    Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer
    Exzellenzcluster 16 "Kulturelle Grundlagen von Integration"
    Universität Konstanz
    Tel. +49 (0)7531 88-4741
    E-Mail: Brigitte.Elsner-Heller@uni-konstanz.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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