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11.05.2001 12:16

Ehrungen und Preisvergaben: Universität feierte ihr Stiftungsfest

Robert Emmerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Ehrungen und Preisvergaben wurden beim Stiftungsfest der Universität Würzburg am 11. Mai in der Neubaukirche vorgenommen. Unter anderem erhielten Rudolf Dangel den Ehrentitel "Universitätsmusikdirektor" und Erich Oetheimer, für seine Verdienste um die Partnerschaft zwischen den Universitäten Caen und Würzburg, die Verdienstmedaille "Bene merenti" in Silber. Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem überreichte die Auszeichnungen und würdigte die Geehrten.

    Rudolf Dangel erhielt den Ehrentitel "Universitätsmusikdirektor"

    Rudolf Dangel ist Akademischer Direktor am Institut für Musikwissenschaften. Er übernahm im Wintersemester 1979/80 die Leitung des Akademischen Orchesters der Universität. 1981/82 gründete er den Chor "Collegium Musicum Vocale". In beiden Ensembles engagieren sich zeitweise bis zu 120 Studierende in durchschnittlich etwa 20 Veranstaltungen pro Jahr: Sie wirken zum Beispiel bei den universitären Feiern oder bei Kongressen mit, geben aber auch selbstständige abendfüllende Konzerte.

    Die Betreuung und Weiterentwicklung der Ensembles und die Koordination der vielen musikalischen Unternehmungen seien, so der Präsident, bei der starken Fluktuation der Mitglieder, die das Studium notgedrungen mit sich bringt, keineswegs leicht zu leisten. Rudolf Dangel bewältige diese Aufgaben aber in vorbildlicher Weise. "Als Dank für Ihr herausragendes Engagement verleiht Ihnen die Alma Julia den Titel des 'Universitätsmusikdirektors'", so Theodor Berchem.

    Erich Oetheimer: Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft

    Erich Oetheimer, der 1928 in Würzburg geboren wurde, studierte in seiner Heimatstadt Englisch, Romanische Philologie, Germanistik, Geschichte und Philosophie. Nach einer zweijährigen Tätigkeit in Le Mans ging er 1957 an die Uni Caen. Damals war er laut Prof. Berchem der erste Deutsche, der nach dem Krieg an der heutigen Partnerhochschule der Universität Würzburg lehrte.

    Bereits ab 1959, also lange Jahre bevor es zu einer vertraglichen Regelung kommen sollte (1977), begann Prof. Oetheimer den Austausch zwischen den beiden Universitäten zu organisieren. Obwohl er seit 1994 seinen verdienten Ruhestand genieße, arbeite er noch immer daran, junge Leute zu einem Aufenthalt im Nachbarland zu bewegen und neue Kooperationsvorhaben in die Wege zu leiten. Für sein Bemühen um die Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen wurden Oetheimer viele Ehrungen zuteil, etwa das Bundesverdienstkreuz und die Ernennung zum "Chevalier des Palmes Académiques".

    Die Universität feierte ihr 599. Stiftungsfest seit der ersten Gründung durch Fürstbischof Johann von Egloffstein beziehungsweise ihr 419. Stiftungsfest in ununterbrochener Folge seit der feierlichen Eröffnung der Universität 1582 durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn.

    Der Präsident hieß Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, des Bayerischen Landtags, des Wissenschaftsministeriums und der Stadt Würzburg willkommen. Zudem begrüßte er unter anderem die bayerischen Hochschulpräsidenten und -rektoren, Mitglieder des Hochschulrates, Schulleiter sowie Vertreter von Partneruniversitäten, des Universitätsbundes und der Behörden und Ämter.

    Unterfränkische Gedenkjahrstiftung: Preise für 20 Doktoranden

    Bei dem Fest übergab der Regierungspräsident von Unterfranken, Dr. Paul Beinhofer, die Preise aus der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft. Diese Stiftung wurde im Jahr 1964 ins Leben gerufen, um an die 150jährige Zugehörigkeit Unterfrankens zu Bayern zu erinnern.

    Die mit jeweils 1.000 Mark dotierten Preise aus der Stiftung gingen in diesem Jahr an 20 Doktoranden und Doktorandinnen der Universität Würzburg, deren Dissertationen mit "summa cum laude" bewertet worden waren. Voraussetzung: Entweder müssen die Preisträger lange Zeit in Unterfranken gelebt haben oder ihre Arbeit muss für den Bezirk von Bedeutung sein.

    Die diesjährigen Preisträger der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung sind: Dr. Jürgen Franz Konrad Bründl (Katholisch-Theologische Fakultät), Dr. Claus Barthel und Dr. Christian Szidzek (Juristische Fakultät), Dr. Johanna Bußmann und Dr. Matthias Holzmann (Medizinische Fakultät), Dr. Irmgard Männlein-Robert und Dr. Daniel Schwemer (Philosophische Fakultät I), Dr. Joachim Hamm und Dr. Bettina Keß (Philosophische Fakultät II), Dr. Rebecca Löbmann (Philosophische Fakultät III), Dr. Cornelia Leimeister (Fakultät für Biologie), Dr. Hagen Albert und Dr. Lothar Fröhlich (Fakultät für Chemie und Pharmazie), Dr. Roland Barthel und Dr. Kai-William Boldt (Fakultät für Geowissenschaften), Dr. Heiko Reß, Dr. Martin Friedrich Eberhard Freiherr Truchseß von und zu Wetzhausen sowie Dr. Marc Gaston Zacher (Fakultät für Physik und Astronomie), Dr. Michael E. Bauer und Dr. Martina Völker (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät).

    Die Festrede hielt der Würzburger Musikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Konrad, der über das Thema "ars - MUSICA - scientia. Gedanken zu Geschichte und Gegenwart einer Kunst und ihrer Wissenschaft" sprach. Für Musik sorgten Mitglieder des Akademischen Orchesters unter der Leitung von Rudolf Dangel. Im Anschluss fand ein Empfang im Foyer der Neubaukirche statt.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


    Unipräsident Theodor Berchem (links) ehrt Rudolf Dangel.


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    Erich Oetheimer (rechts) erhielt die Verdienstmedaille "Bene Merenti" in Silber. Fotos (2): Emmerich


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