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03.11.2009 11:06

"So einfach und einladend wie möglich" - HRK und DFG fordern Bürokratieabbau bei europäischer Forschungsförderung

Susanne Schilden Pressestelle
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    Weniger Bürokratie in der Forschungsförderung der Europäischen Union fordern die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). In einem gemeinsamen Brief an den Leiter der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission, Dr. José Manuel Rodriguez, haben sich HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel und DFG-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner für schnellere, transparentere und einfachere Verfahren in konkreten Problembereichen ausgesprochen.

    Der Erfolg des europäischen Forschungsraums im weltweiten Wettbewerb hänge wesentlich davon ab, dass die Forschungsprogramme für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler "so einfach und einladend wie möglich gestaltet würden", heißt es in dem Schreiben der Spitzen von HRK und DFG. Trotz einiger Verbesserungen seit dem Start des 7. Europäischen Rahmenprogramms gebe es nach wie vor deutlichen Handlungsbedarf.
    So klagten deutsche und europäische Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter über oftmals lange Bearbeitungszeiten, überbordende Berichtspflichten und intransparente Entscheidungswege. Die EU-Kommission bemüht sich seit einiger Zeit, diese Kritik aufzunehmen und fordert die Forschungs-Community zu konkreten Stellungnahmen auf. Bis Mai 2010 soll ein umfassender Verbesserungsvorschlag erarbeitet werden.

    HRK und DFG erinnern nun daran, dass das enge budgetrechtliche Regelungssystem der EU in erster Linie dafür geschaffen sei, Subventionsmissbrauch und -betrug durch ständige politische Kontrollmöglichkeiten zu verhindern. Die daraus resultierenden aufwändigen Prüfungs- und Berichtspflichten behinderten die Wissenschaft inzwischen jedoch erheblich, Attraktive Forschungsbedingungen für Spitzenwissenschaftler gründeten dagegen auf Vertrauen sowie auf fairem und transparentem Wettbewerb. Hierüber müsse es bei allen Beteiligten auf europäischer Ebene unter Einschluss des EU-Parlaments und des Rates ein gemeinsames politisches Verständnis erzielt werden, fordern HRK und DFG.

    Ansprechpartner:

    Susanne Schilden
    HRK Pressestelle
    0228/887-152
    schilden@hrk.de

    Marco Finetti
    DFG Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    0228/885-2230
    Marco.Finetti@dfg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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